FAA verhängt Flugverbot an der gesamten Ostküste – Passagiere dürfen nur noch zu Fuß über den Atlantik
Nach einem Geräteausfall in der Anflugkontrolle Philadelphia hat die FAA nicht nur einzelne Flughäfen, sondern den gesamten Luftraum östlich des Mississippi gesperrt. Tausende Reisende sitzen fest, die UN-Generalversammlung tagt per Fußmarsch.
Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat am Montagmorgen den gesamten Luftraum östlich des Mississippi für jeglichen Flugverkehr gesperrt – vom Bundesstaat Maine bis nach Florida, von den Großen Seen bis zum Atlantik. Grund ist ein anhaltender Geräteausfall in der Anflugkontrolle Philadelphia. «Wir haben die Radarschirme ausgeschaltet, um sie zu schonen», erklärte ein FAA-Sprecher. «Bis sie wieder funktionieren, bleibt der Himmel leer.»
Betroffen sind nicht nur JFK, Newark, LaGuardia und Boston, sondern sämtliche 214 Start- und Landebahnen der Ostküste. Die FAA ordnete an, dass Passagiere ihre Reise zu Fuß fortsetzen. Wer nach Übersee will, muss den Atlantik über eine eigens eingerichtete Pontonbrücke überqueren, die bei Neuschottland beginnt und in Irland endet. Die Brücke ist 4.800 Kilometer lang und wird von 12.000 Freiwilligen der Nationalgarde bemannt, die im Schichtbetrieb Planken nachlegen.
Die UN-Generalversammlung in New York wurde kurzerhand auf die Brücke verlegt. Diplomaten aus 193 Staaten waten seit Sonntagabend durch den Nordatlantik, ihre Reden werden von Lautsprechern an Bojen übertragen. «Es ist eine einmalige Gelegenheit, Außenpolitik auf Augenhöhe mit dem Meer zu betreiben», sagte ein ranghoher UN-Beamter. Die FAA kündigte an, den Ausfall erst zu beheben, wenn alle Teilnehmer trockenen Fußes angekommen sind.
Der Flughafen Teterboro in New Jersey wurde zum größten Schuhgeschäft der Welt umgebaut. Wer kein wasserfestes Schuhwerk besitzt, erhält an der Küste von Maine kostenlos Gummistiefel der Marke «FAA-Approved». Die ersten europäischen Flugzeuge, die am Morgen umkehren mussten, landeten in Reykjavík und wurden dort zu schwimmfähigen Bussen umgerüstet.
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