EU-Kommission verlegt Wohnungskrise in Ferienwohnungen und zieht dort mit 12.000 Beamten ein
Die EU-Kommission hat beschlossen, die Wohnungskrise nicht mehr zu bekämpfen, sondern in Ferienwohnungen zu verlegen. 12.000 Beamte ziehen in Kurzzeitvermietungen in Madrid, Lissabon und Berlin ein, um den Markt zu entlasten.
Brüssel – Die Europäische Kommission hat die Wohnungskrise kurzerhand in die Ferienwohnungen verlegt. Seit Dienstag ziehen 12.000 Beamte in Kurzzeitvermietungen in Madrid, Lissabon und Berlin ein, um den Markt zu entlasten. „Wir müssen handeln“, sagte Wohnungskommissar Dan Jørgensen in Brüssel, während er seinen eigenen Koffer in eine Airbnb-Wohnung am Puerta del Sol trug.
Die Beamten, ausgestattet mit Schreibtischen, Aktenschränken und Kaffeemaschinen, besetzen die Wohnungen für unbestimmte Zeit. „Wir prüfen vor Ort, ob die Matratzen den EU-Normen entsprechen“, erklärte eine Sprecherin. In Madrid kommen auf 100 Langzeitwohnungen nun 40 Beamtenwohnungen, die Bewohner schlafen inzwischen in den Fluren. Die Kommission verspricht, die Aktion fortzusetzen, bis die Mieten sinken oder die Beamten Urlaub brauchen.
Erste Städte melden Erfolge: Die Zahl der Touristen ist zurückgegangen, weil niemand mehr mit Beamten teilen will. „Wir haben die Wohnungen geräumt, aber die Beamten bleiben“, sagte ein Lokalpolitiker. Die Kommission prüft nun, ob auch Zweitwohnungen und leerstehende Büros besetzt werden sollen. „Wir werden nicht ruhen, bis jede Ferienwohnung in Europa einen Beamten hat“, so Jørgensen.