EU-Botschafter bauen Sanktionsmauer quer durch Brüssel: Slowakei liefert Ziegel, Ungarn schickt Bagger
Weil die Einstimmigkeit zur Aufhebung zweier Oligarchen-Sanktionen fehlt, errichten die EU-Staaten eine physische Mauer aus Sanktionssteinen quer durch das Brüsseler Europaviertel – jede Nation darf genau einen Meter mauern.
Weil die Einstimmigkeit zur Aufhebung der Sanktionen gegen die russischen Milliardäre Alischer Usmanow und Michail Fridman nicht zustande kam, haben die EU-Botschafter in der Nacht beschlossen, die Sanktionen kurzerhand als physische Mauer quer durch das Brüsseler Europaviertel zu errichten. Jeder Mitgliedstaat darf genau einen Meter mauern, die Reihenfolge richtet sich nach dem Alphabet der Hauptstädte.
Die Slowakei lieferte bereits am frühen Morgen die ersten Ziegel, Frankreich schickte überraschend einen Bagger, Luxemburg bestand darauf, dass der Fridman-Abschnitt direkt neben dem Usmanow-Abschnitt gemauert wird. Ungarn ließ mitteilen, man werde nicht mauern, sondern lediglich zuschauen. Die EU-Kommission stellte klar, dass die Mauer spätestens am Mittwoch um Mitternacht fertig sein muss, da sonst alle übrigen Sanktionen gegen rund dreitausend Personen, Einrichtungen und Unternehmen automatisch auslaufen.
Die Brüsseler Stadtverwaltung hat den Boulevard Charlemagne für den Verkehr gesperrt. Anwohner berichten, dass seit dem Morgengrauen Kräne und Mörtelmischer im Einsatz sind. Ein Diplomat erklärte, man habe sich auf eine Verlängerung der Sanktionen um sechsunddreißig Monate verständigt, sofern die Mauer bis dahin hält. Die Ukraine begrüßte den Bau ausdrücklich und bot an, die Statik zu prüfen.
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