DOSB verlegt Olympia-Bewerbung nach München: Köln-Rhein-Ruhr muss seine Sportstätten abbauen und nach Bayern schicken
Nach der Entscheidung für München ordnet der DOSB an, dass die Region Köln-Rhein-Ruhr sämtliche Sportanlagen zerlegt und per Fußmarsch nach München überführt. Tausende Freiwillige sind bereits unterwegs.
Der Deutsche Olympische Sportbund hat München als deutschen Bewerber für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ausgewählt – und umgehend angeordnet, dass die unterlegene Region Köln-Rhein-Ruhr ihre gesamte olympische Infrastruktur abbaut und geschlossen nach München verlegt. «Wer nicht gewinnt, liefert», erklärte ein DOSB-Sprecher am Samstag in Baden-Baden. Die Entscheidung fiel im ersten Wahlgang.
Seit Sonntagmorgen sind mehr als siebzehntausend Freiwillige aus Nordrhein-Westfalen zu Fuß unterwegs. Sie tragen zerlegte Tribünen, ausgerissene Hürden, aufgerollte Tartanbahnen und eine komplette Regattastrecke über die A3. Jede Nacht wird an Rastplätzen ein provisorisches Stadion aufgebaut, in dem die Marschierenden Pflichtübungen absolvieren. Die bayerische Staatsregierung hat entlang der Route 94 Verpflegungsstationen eingerichtet, an denen ausschließlich Weißwurst und Malzbier ausgegeben werden.
In Köln wurde unterdessen der Dom für den Transport vorbereitet. Ein Sprengmeister erklärte, man werde «das Bauwerk in handliche Einzelteile zerlegen und in München wieder zusammensetzen». Die Stadt München plant bereits ein neues Stadtviertel namens «Kölner Veedel» auf dem ehemaligen Olympiagelände, in dem die umgesiedelten Rheinländer dauerhaft wohnen und ihre Sportstätten selbst betreiben sollen. Der Kölner Oberbürgermeister sprach von einer «großen Chance für den Strukturwandel».
DOSB-Präsident Thomas Weikert lobte den Vorgang als «modern, transparent und versöhnlich». Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird die Ankunft des ersten Tribünenteils am Münchner Hauptbahnhof persönlich begrüßen. Die Bewohner von Köln-Rhein-Ruhr erhalten freien Eintritt zu allen künftigen Olympischen Spielen – sofern sie bis dahin zu Fuß in München angekommen sind.
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