Deutschland verlegt alle Ämter in die Schweiz, um die eigene Lebenserwartung zu erhöhen
Weil die Lebenserwartung vom Wohnort abhängt, verlegt die Bundesregierung sämtliche Ministerien, Behörden und den halben öffentlichen Dienst dauerhaft in die Schweiz – mit Pendelpflicht für alle Beschäftigten.
Die Bundesregierung hat sämtliche Ministerien, Behörden und den halben öffentlichen Dienst dauerhaft in die Schweiz verlegt, weil die Lebenserwartung vom Wohnort abhängt und man diesen Vorteil nun vollständig abschöpfen will. Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte, man habe die Statistik «sehr genau gelesen» und daraus «die einzig logische Konsequenz» gezogen.
Die Beschäftigten müssen künftig täglich von Konstanz nach Zürich pendeln, wo ein neues Amt für Amtsverlagerung eingerichtet wurde. Wer den Weg nicht innerhalb von zwei Stunden schafft, wird laut Dienstplan auf eine Warteliste gesetzt, die nach Eingang der Umzugskartons abgearbeitet wird. Die Kartons werden von einem eigenen Beamten begleitet, der für ihre Sicherheit auf der Reise persönlich haftet.
Die Schweizer Behörden zeigten sich zunächst überrascht, stellten dann aber zusätzliche Schalter auf, an denen deutsche Beamte ihre neue Aufenthaltsdauer beantragen können. Ein Sprecher der Eidgenossenschaft sagte, man prüfe, ob die zusätzlichen Jahre «importiert oder vor Ort erworben» werden müssten.
In Berlin stehen die Ministerien leer. Ein zurückgebliebener Hausmeister berichtete, er habe Anweisung, die Flure weiter zu heizen, damit die Gebäude «nicht vorzeitig altern». Nächste Woche soll ein erster Pendelzug mit Akten und Beamten verkehren, der planmäßig länger unterwegs ist als die durchschnittliche Lebenserwartung eines deutschen Mannes.
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