Deutschland richtet Dauer-Ehrenwache für Einwanderer ein – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche
Die Bundesregierung hat eine permanente Ehrenwache für Einwanderer beschlossen. Ab sofort stehen uniformierte Kräfte rund um die Uhr an allen Arbeitsplätzen, an denen Menschen mit ausländischen Wurzeln tätig sind, und salutieren bei jedem Schichtbeginn.
Die Bundesregierung hat mit sofortiger Wirkung eine permanente Ehrenwache für alle Einwanderer in Deutschland eingerichtet. Uniformierte Kräfte der neu geschaffenen Bundeswache für Zuwanderung stehen ab heute rund um die Uhr an jedem Arbeitsplatz, an dem Menschen mit ausländischen Wurzeln beschäftigt sind, und salutieren bei jedem Schichtbeginn. In Pflegeheimen, auf Baustellen und in Großküchen patrouillieren die Wachen im Acht-Stunden-Takt.
Innenministerin Nancy Faeser verteidigte die Maßnahme: «Wir haben verstanden, dass ohne diese Menschen nichts läuft. Also stellen wir uns daneben und passen auf, dass ihnen nichts passiert.» Die Wachen dürfen keine Arbeit verrichten, aber sie dürfen jeden, der eine Fachkraft anspricht, nach Ausweis und Termin fragen. Bei Verstößen wird ein Platzverweis erteilt.
Die Wirtschaft reagierte gespalten. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag begrüßte die Wache als «längst überfälliges Signal der Wertschätzung», forderte jedoch, die Posten auch nachts zu besetzen, wenn Reinigungskräfte arbeiten. Die Gewerkschaft Verdi verlangte, die Wachen selbst nach Tarif zu bezahlen, was das Innenministerium ablehnte: «Das sind Ehrenamtliche im Staatsdienst.»
In Berlin-Kreuzberg mussten Anwohner ihre Balkone räumen, weil dort zusätzliche Wachtürme errichtet wurden. Die Bezirksverwaltung sprach von «notwendigen Sichtachsen». Ein Sprecher der Bundeswache kündigte an, man werde die Präsenz «auf alle Berufe ausweiten, in denen der Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund über dem Durchschnitt liegt». Die ersten Wachen stehen bereits vor Dönerbuden und in Gemüseabteilungen.
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