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Deutsche Bahn verlegt gesamten Fahrplan ins Ausland – Züge halten nur noch dort

Ab Dezember fährt die Deutsche Bahn täglich mehr als 320 internationale Verbindungen – und verlegt den kompletten Inlandsfahrplan dorthin. Wer in Deutschland einsteigt, wird gebeten, bis Paris sitzen zu bleiben.

Die Deutsche Bahn hat angekündigt, mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember den gesamten deutschen Inlandsfahrplan ins Ausland zu verlegen. Sämtliche Abfahrts- und Ankunftszeiten für Züge innerhalb Deutschlands gelten künftig nur noch an Bahnhöfen außerhalb der Bundesrepublik. Wer von Hamburg nach München will, muss demnach zunächst nach Salzburg, Mailand oder Straßburg fahren und dort in einen Zug umsteigen, der laut Fahrplan eigentlich in Deutschland halten sollte.

Der neue Sprinter zwischen Hamburg und München braucht weiterhin 5,20 Stunden, hält aber nur noch in Hannover und Nürnberg – und auch das ausschließlich, wenn der Zug zufällig auf dem Weg nach Rom ist. «Wir haben festgestellt, dass unsere Züge im Ausland pünktlicher ankommen», sagte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson. «Deshalb haben wir den Fahrplan einfach dorthin verlegt. In Deutschland gilt ab Dezember die ausländische Ortszeit, damit die Anschlüsse stimmen.»

Für Reisende bedeutet das: Wer in Berlin in den Zug steigt, muss bis Paris sitzen bleiben, um dort offiziell anzukommen. Die Bahn richtet dafür neue Schalter ein, an denen Fahrgäste ihren tatsächlichen Zielbahnhof nachträglich als «ausländischen Sonderhalt» eintragen lassen können. In der Fläche bleibe der Fahrplan stabil, teilte das Unternehmen mit – er sei nur eben nicht mehr in Deutschland.

Bahn-Chefin Evelyn Palla kündigte an, bis Mai 2027 keine Preiserhöhungen vorzunehmen, solange die Tickets in Euro und nicht in der jeweiligen Landeswährung bezahlt werden. Der Ticketverkauf für den neuen Fahrplan startet am Mittwoch. Ob die Züge dann wirklich fahren, entscheidet das Ausland.

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