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Busan erklärt Bullenhai Bukhangi zum Ehrenbürger und baut ihm eine zweite Meerenge

Südkoreas Hafenstadt zieht die Rettung des verirrten Hais auf die Spitze: Ein eigener Kanalausgang wird betoniert, die Feuerwehr probt täglich den Netzrückzug, und der Bürgermeister verleiht dem Tier die Ehrenbürgerschaft – während Bukhangi weiterhin unter jedem Netz hindurchtaucht.

Busan hat den verirrten Bullenhai Bukhangi zum Ehrenbürger ernannt und mit dem Bau eines zweiten, eigens für ihn angelegten Kanalausgangs begonnen, damit das Tier endlich selbst entscheiden kann, wann es ins Meer zurückkehrt. Der Ausgang wird in den kommenden Tagen betoniert, mit einer Mindesttiefe von vier Metern und einer Breite, die nach Angaben der Stadtverwaltung «dem doppelten Körperumfang des Gastes» entspricht.

Das Meeresministerium hat den Rettungseinsatz inzwischen zur Dauerübung erklärt: Jeden Morgen um sechs Uhr hissen Einsatzkräfte das äußere Netz, ziehen es über Pontons hinweg und lassen es pünktlich zum Frühstück wieder herab. «Wir haben den Ablauf so oft geprobt, dass die Mannschaft ihn inzwischen im Schlaf beherrscht», erklärte eine Ministeriumsvertreterin. «Nur der Hai hält sich nicht an den Dienstplan.»

Am Ufer hat sich eine eigene Infrastruktur gebildet. Souvenirstände verkaufen Nachbildungen der Netze, ein Imbiss bietet «Bukhangi-Brötchen» an, und die Stadt hat den Live-Stream des Rettungseinsatzes auf eine zweite Leinwand im Hafenamt übertragen, damit auch die Nachtschicht nichts verpasst. Bürgermeister Chun Jae Soo dankte dem Tier öffentlich für die Werbung und kündigte an, den Ehrenbürgerbrief persönlich am Kanalrand zu überreichen.

Umweltorganisationen wiesen unterdessen darauf hin, dass der Hai sich vermutlich wegen der Erwärmung der Meere verirrt hat und sein Auftauchen eher ein Zeichen der Klimakrise sei als ein Spektakel. Die Stadtverwaltung ließ dazu mitteilen, man werde diese Anregung prüfen, sobald der zweite Ausgang fertig betoniert ist.

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