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Bundeswehr baut bis 2029 einen Putin-Eindruckshof in Litauen – mit 5000 Soldaten als Dauerausstellung

Die Bundeswehr verlegt eine komplette Panzerbrigade nach Litauen und lässt sie dort bis 2029 als begehbare Abschreckungsinstallation stehen. Besucher zahlen Eintritt, Soldaten lächeln auf Kommando.

Die Bundeswehr hat damit begonnen, die Panzerbrigade 45 in Litauen nicht nur zu stationieren, sondern als dauerhafte, begehbare Abschreckungsanlage aufzubauen. Bis 2029 soll auf einem ehemaligen Manövergelände bei Rukla ein sogenannter Eindruckshof entstehen, auf dem 5000 Soldaten, 200 Panzer und eine vollständige Flugabwehrbatterie so postiert werden, dass sie von der weißrussischen Grenze aus wie eine geschlossene Front wirken.

Der litauische Verteidigungsminister sprach von einem «bislang einmaligen Schritt der Abschreckungsarchitektur». Die Anlage wird ganzjährig geöffnet sein, Eintritt kostet 9 Euro, für Kinder 4 Euro. Höhepunkt ist eine stündliche Vorführung, bei der die Soldaten auf ein Kommando hin gleichzeitig in Richtung Osten blicken und dabei ein eigens komponiertes Brummen anstimmen, das über Lautsprecher bis zu 30 Kilometer weit zu hören sein soll.

Wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte, werden für den Betrieb der Anlage zusätzliche 3000 Soldaten zwangsverpflichtet, die bisher in anderen Standorten gedient haben. Sie erhalten eine viermonatige Schulung im «eindrucksvollen Stehen» sowie im Umgang mit Besuchergruppen. Wer während der Vorführung lacht, muss den Hof für eine Woche allein bewachen.

Der Sicherheitsexperte Christian Mölling begrüßte das Projekt: «Der Plan ist, dass bis 2029 etwas auf dem Hof steht, das deutlich besser ist und einen Eindruck in Richtung Putin macht. Dass es jetzt ein echter Hof mit Eintritt und Öffnungszeiten wird, ist nur die logische Konsequenz.» Die litauische Regierung hat bereits eine eigene Buslinie eingerichtet, die Touristen direkt vom Bahnhof Kaunas zur Anlage bringt.

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