Bundesregierung verlegt Strompreis-Auslandsabteilung nach Monaco
Angesichts der höchsten Strompreise aller G20-Staaten verlegt das Bundeswirtschaftsministerium seine Strompreis-Abteilung nach Monaco, damit die Beamten die Rechnungen nicht mehr selbst bezahlen müssen.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat angekündigt, seine gesamte Abteilung für Strompreise mit sofortiger Wirkung nach Monaco zu verlegen. „Wir können von unseren Mitarbeitern nicht verlangen, dass sie tagtäglich die höchsten Strompreise der G20-Staaten berechnen und dann auch noch die Rechnung dafür bezahlen“, sagte ein Sprecher bei der Vorstellung des Umzugsplans. Die 23 betroffenen Beamten erhalten künftig eine Dienstwohnung im Fürstentum und einen Zuschuss für die örtlichen Stromtarife, die nach ministeriumsinternen Berechnungen nur ein Drittel der deutschen Kosten betragen.
Der Umzug sei die logische Konsequenz aus der jüngsten Verivox-Analyse, nach der eine Kilowattstunde in Deutschland 35,6 Cent kostet und damit mehr als doppelt so viel wie der G20-Durchschnitt. „Solange wir diese Zahlen produzieren, wollen wir sie nicht auch noch spüren“, erklärte der Sprecher weiter. Die Beamten sollen von Monaco aus per Videokonferenz weiterhin die deutschen Strompreise überwachen und dabei gelegentlich auf die örtlichen Stromrechnungen blicken, um sich zu motivieren. Das Ministerium prüft bereits, ob auch die Abteilungen für Benzinpreise und Mietspiegel nach Andorra beziehungsweise Liechtenstein umziehen sollen.
Erste Gewerkschaften protestieren gegen den Umzug, weil die Beamten im Ausland keinen Anspruch auf die deutsche Pendlerpauschale hätten. Das Ministerium entgegnet, man habe für die Mitarbeiter bereits eine eigene Gondelbahn vom Dienstgebäude zum Strand geplant, die mit deutscher Präzision und monegassischem Strom betrieben werde. Die ersten Umzugskartons seien bereits auf dem Weg, die feierliche Eröffnung der neuen Dienststelle ist für kommenden Montag geplant.