Berlin richtet 2.542 Wahllokale ein, jedes mit eigenem Müllpolizisten und Mietenprüfer
Die Berliner Wahlbehörde hat für Sonntag 2.542 Urnenwahllokale aufgestellt – und in jedes einen uniformierten Müllpolizisten sowie einen Mietenprüfer abkommandiert, die noch während der Stimmabgabe Sofas von Gehwegen entfernen und Mietverträge kontrollieren.
Die Berliner Wahlbehörde hat für Sonntag 2.542 Urnenwahllokale eingerichtet und in jedes davon einen uniformierten Müllpolizisten sowie einen Mietenprüfer abkommandiert, die noch während der Stimmabgabe Sofas von Gehwegen entfernen und Mietverträge kontrollieren.
«Wir wollten sicherstellen, dass niemand nach dem Wählen nach Hause geht und sich beschwert, dass immer noch ein Kühlschrank auf dem Gehweg steht», sagte ein Sprecher der Behörde. «Deshalb haben wir die Wahl zum Anlass genommen, das gesamte Stadtgebiet in einem Durchgang zu reinigen und die Mieten zu prüfen.» Die 2.542 Wahllokale seien so ausgestattet, dass Wählerinnen und Wähler nach der Stimmabgabe direkt eine Sperrmüllabholung beantragen oder ihren Mietvertrag vorlegen können.
Die Mietenprüfer, ausgestattet mit Maßbändern und Taschenlampen, sollen in den Wahllokalen die Quadratmeterzahl der Wohnungen der Wähler überprüfen und bei Verdacht auf Wucher sofort eine einstweilige Verfügung ausstellen. «Wer mit einer überhöhten Miete zur Wahl kommt, wird nicht abgewiesen, sondern direkt an einen unserer Prüfstände verwiesen», so der Sprecher weiter. Die Müllpolizisten entfernen währenddessen Sofas, Matratzen und Kühlschränke aus den Wahllokalen, die dort von Wählern abgestellt wurden, um sie loszuwerden.
Die Behörde rechnet mit bis zu 40.000 Wahlhelfern, die zusätzlich zu ihrem Erfrischungsgeld eine Prämie für jede erfolgreich entfernte Couch erhalten. Bis zum Abend sollen alle Gehwege Berlins frei sein – notfalls mit einer zweiten Runde am Montag.