Schlotterbeck verweigert Münzwurf und lässt Bundesliga-Schiedsrichter künftig nur noch mit eigenen Münzen anreisen
Nach dem Eklat beim Münzwurf in Stuttgart ordnet der DFB an, dass Schiedsrichter künftig zwei identische Münzen mitführen müssen, damit Nico Schlotterbeck gar nicht erst wählen muss.
Nach dem Münzwurf-Eklat beim Spiel in Stuttgart hat der Deutsche Fußball-Bund eine Sonderkommission eingesetzt, die ab sofort bei jedem Bundesligaspiel zwei identische Münzen bereithält, damit Nico Schlotterbeck nie wieder zwischen Rot und Blau wählen muss.
Die Kommission unter Leitung eines eigens berufenen Münzbeauftragten traf sich noch in der Nacht zum Sonntag im Stuttgarter Stadion und beschloss, dass Schiedsrichter Tobias Stieler künftig vor jedem Anpfiff eine Schulung absolviert, in der er lernt, die Frage «Blau oder Rot?» gar nicht erst zu stellen. Stattdessen soll er die Münze wortlos in die Luft werfen und das Ergebnis als «vom Spieler bereits vorab als gleichwertig abgelehnt» protokollieren.
Der BVB-Kapitän selbst zeigte sich unbeeindruckt. «Ich habe nichts gegen Münzen, ich habe nur etwas gegen die Farben darauf», ließ er über den Vereinskanal ausrichten. Dortmunds Mannschaftsarzt ordnete vorsorglich an, dass Schlotterbeck vor jedem Spiel eine Viertelstunde lang mit verbundenen Augen durch einen Raum geführt wird, in dem wahllos rote und blaue Gegenstände liegen, damit sein Auge sich an die Gleichgültigkeit gewöhnt.
Die Liga reagierte umgehend: Ab dem nächsten Spieltag reisen alle Schiedsrichtergespanne mit einem Sortiment von Münzen an, das laut DFB «jede denkbare Farbkombination abdeckt». Der VfB Stuttgart ließ derweil verlauten, dass die Stuttgarter Fankurve künftig in Grau erscheinen wird, um niemanden zu provozieren. Dortmund gewann das Spiel mit 1:0 und ist Tabellenführer.