Medwedew baut Tribünen-Sicherheitsnetz nach Fan-Treffer: Peking-Turnier verhängt lebenslange Ballverbannung für Zuschauer
Nachdem Daniil Medwedew im Halbfinale von Peking einen Zuschauer am Kopf getroffen hat, lässt der Russe die Tribünen mit einem meterhohen Netz abhängen und verpflichtet alle Fans zu Schutzhelmen. Die Turnierleitung disqualifiziert ihn – und führt gleichzeitig eine neue Regel ein: Jeder Zuschauer muss künftig einen Tennisball als Pfand abgeben.
Daniil Medwedew hat nach seinem unfreiwilligen Treffer eines Zuschauers im Halbfinale von Peking nicht nur die Disqualifikation hingenommen, sondern umgehend die vollständige Einnetzung aller Zuschauerränge angeordnet. Innerhalb von vier Stunden montierten Arbeiter ein zwölf Meter hohes Ballfangnetz um die gesamte Arena, das nach Angaben des Turnierdirektors «jeden einzelnen Flugball abfängt, selbst wenn er mit der Wut eines sibirischen Winters geschlagen wird».
Die Maßnahme zwang die Veranstalter zu drastischen Schritten: Alle 15.000 Zuschauer mussten das Stadion verlassen und sich am Eingang einem Sicherheitscheck unterziehen, bei dem ihnen sämtliche Tennisbälle abgenommen wurden. Wer keinen Ball abgab, durfte nicht wieder hinein. «Wir haben mehr Bälle eingesammelt als bei den China Open in den letzten zehn Jahren zusammen», erklärte ein sichtlich erschöpfter Ordnungsbeamter. Die Zuschauer erhielten stattdessen nummerierte Schaumstoffbälle, die bei Kontakt sofort zerplatzen.
Medwedew selbst trainierte unterdessen auf einem eigens errichteten Nebenplatz, der von einem Käfig aus Stahldraht umgeben ist. Sein Trainer bestätigte, dass der Russe künftig nur noch auf Ziele wirft, die von der Turnierleitung freigegeben wurden. «Wir wollen sicherstellen, dass kein Ball mehr ein menschliches Gesicht erreicht», sagte der Trainer. «Daniil hat versprochen, ab sofort jeden Ball vor dem Schlag anzumelden.»
Die Turnierleitung kündigte an, die neue Netzregelung dauerhaft beizubehalten. Zuschauer müssen künftig bereits beim Ticketkauf unterschreiben, dass sie sich im Falle eines Treffers nicht beschweren. Novak Djokovic, der kampflos ins Finale einzog, zeigte sich solidarisch: «Ich habe ihm angeboten, gemeinsam einen Kurs für kontrolliertes Schlagen zu besuchen.»
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