Magdeburg stellt nach Sieg gegen Kaiserslautern kompletten Stadtteil unter Stadionverbot – Bochum baut derweil einen zweiten Zaun um das eigene Tor
Nach dem deutlichen Erfolg gegen Kaiserslautern hat der 1. FC Magdeburg vorsorglich die gesamte Innenstadt in eine Stadionzone umgewandelt. In Bochum wartet man weiter auf den ersten Heimsieg und hat deshalb die eigene Nordtribüne mit einem mobilen Zaun umstellt.
Der 1. FC Magdeburg hat nach dem deutlichen Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht nur den dritten Tabellenplatz erklommen, sondern am Montagmorgen die gesamte Innenstadt per Stadionbeschluss in eine einzige Stehplatzarena umgewandelt. Wer den Dom betreten will, braucht ab sofort eine Eintrittskarte der Kategorie zwei, und die Straßenbahnen fahren nur noch im Acht-Minuten-Takt der Nachspielzeit.
«Wir haben den Erfolg zum Anlass genommen, die Stadtgrenze auf die Höhe der Mittellinie zu verschieben», erklärte ein Sprecher des Vereins in einer eigens einberufenen Pressekonferenz im Rathausfoyer. «Die Elbe wird bis auf Weiteres als Seitenlinie geführt, und die Stadtreinigung ist angewiesen, den Rasen vor dem Hauptbahnhof auf zwölf Millimeter zu mähen.» Die Stadtverwaltung stellte klar, dass dies keine symbolische Geste sei, sondern eine dauerhafte Umwidmung.
In Bochum hat man unterdessen auf den anhaltenden Heimfluch mit einer baulichen Maßnahme reagiert: Rund um das eigene Tor wurde ein zweiter Zaun errichtet, diesmal aus Stahlbeton und mit Sichtschutz, damit die Mannschaft beim Warten auf den ersten Heimsieg nicht länger sehen muss, wie die Gäste jubeln. Der VfL bestätigte, dass der Zaun bei jedem Heimspiel um exakt einen Meter in Richtung Mittellinie verschoben wird, bis der erste Dreier gelingt.
Die Deutsche Fußball Liga prüft derweil, ob die Magdeburger Stadtgrenze als Abseitslinie anerkannt werden kann. Ein Sprecher sagte, man wolle «keine voreiligen Entscheidungen treffen, aber die Elbe war schon immer eine natürliche Grenze».