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Leichtathletik-Weltverband verbannt alle Werfer aus dem Stadion – Zuschauer müssen Hammerwurf künftig per Livestream auf dem Parkplatz verfolgen

Die Ultimate Championship in Budapest findet ohne Wurfdisziplinen statt. Betroffene Athleten dürfen nur noch auf einem eigens errichteten Nebenplatz antreten, der nicht im TV gezeigt wird. Der Weltverband spricht von einer «notwendigen Fokussierung des Publikums». Die deutsche 4x100-Meter-Mixed-Staffel profitiert derweil von einem neuen Regelwerk, das den Wechselraum auf die gesamte Stadionrunde ausdehnt.

Der Leichtathletik-Weltverband hat alle Wurfdisziplinen aus dem Programm der Ultimate Championship in Budapest gestrichen und die betroffenen Athleten auf einen eigens errichteten Nebenplatz hinter dem Stadion verbannt. Dort sollen Hammer, Diskus und Speer künftig ohne Zuschauer, ohne Kamerateams und ohne offizielle Zeitmessung stattfinden. «Wir wollen den Zuschauern im Stadion und an den Bildschirmen eine durchgehend konzentrierte Show bieten», erklärte ein Sprecher des Verbands. «Werferinnen und Werfer, die sich dennoch beweisen wollen, können das auf dem Nebenplatz tun. Wir werden die Ergebnisse auf der Verbandswebsite veröffentlichen, sofern es die Wetterlage zulässt.»

Die Entscheidung trifft die deutsche Mannschaft unterschiedlich. Während Speerwurf-Europameister Julian Weber bereits angekündigt hat, seinen Wettkampf auf dem Parkplatz vor dem Stadion auszutragen und dabei auf eigene Kosten eine mobile Tribüne für 200 Zuschauer zu errichten, profitiert die 4x100-Meter-Mixed-Staffel von einer weiteren Neuerung: Der Wechselraum wurde kurzerhand auf die gesamte Stadionrunde ausgedehnt. «So bleibt der Zuschauer ständig in Bewegung», heißt es in einer Mitteilung. Die Staffel darf nun an jeder beliebigen Stelle übergeben, solange der Stab dabei nicht den Boden berührt.

Die Veranstalter haben zudem angekündigt, dass die Siegerehrung der Wurfdisziplinen künftig in einer separaten Zeremonie am Stadtrand stattfindet, zu der nur akkreditierte Trainer Zugang erhalten. Die Medaillen werden per Kurier an die Heimatadressen der Athleten geschickt. Ein Sprecher des Weltverbands betonte, man prüfe derzeit, ob der Nebenplatz für die nächste Austragung 2027 mit einer transportablen Tribüne ausgestattet werden könne, die bei Bedarf auf die andere Seite des Stadions gerollt wird. Die ARD hat angekündigt, die Wurfwettbewerbe nicht zu übertragen, sondern stattdessen eine halbstündige Zusammenfassung der Mixed-Staffel zu zeigen.

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