Kimmich wartet in Augsburger Hotelzimmer auf Rückruf, der nicht kommt – Klopp lässt ihn per Megafon vom Trainingsplatz verweisen
Joshua Kimmich hat nach dem 0:1 gegen Griechenland beschlossen, nicht abzureisen, sondern in Augsburg zu bleiben und auf eine Einladung zum Serbien-Spiel zu warten. Der Bundestrainer ließ ihn vom Sicherheitsdienst vom Trainingsgelände begleiten.
Joshua Kimmich hat nach dem 0:1 gegen Griechenland beschlossen, nicht mit dem Mannschaftsbus abzureisen, sondern im Augsburger Mannschaftshotel zu bleiben und auf eine Rückkehr ins Aufgebot zu warten. Wie der DFB am Montag mitteilte, bezieht der Kapitän nun dauerhaft Zimmer 214 im Hotel «Drei Mohren» und lässt sich jeden Morgen um sieben Uhr von einem Hotelangestellten den aktuellen Kaderzettel unter der Tür durchschieben.
Jürgen Klopp reagierte umgehend: Er ließ das Trainingsgelände in Augsburg mit einem zwei Meter hohen Sichtschutzzaun umstellen und Kimmich per Megafon vom Platz verweisen. «Ich verstehe, dass er bleiben möchte, aber der Plan sieht vor, dass er zu Hause die Daumen drückt», sagte Klopp. «Wir haben ihm einen Liegestuhl auf die Tribüne gestellt, aber er darf nicht mitspielen.»
Kimmich richtete sich daraufhin im Hotelzimmer eine kleine Trainingsstation ein: zwei Hanteln, eine Sprungmatte und ein handgeschriebener Spielplan an der Wand. «Ich fahre erstmal nicht nach Hause, die Kinder gehen zur Schule, aber ich bleibe in Reichweite», sagte er. «Vielleicht komme ich am Donnerstag zum Spiel, vielleicht auch nicht.»
Der DFB kündigte an, für die Partie gegen Serbien eine eigene Wartezone einzurichten, in der Kimmich das Spiel auf einem Bildschirm verfolgen kann. Der Kapitän hat bereits zugesagt, dort die Daumen zu drücken.
Fußball-Spielplan und Ergebnisse
2