Jenaer Basketballer laufen nach 68:115-Niederlage geschlossen von Bonn nach Thüringen zurück
Nach der höchsten Saisonniederlage bei den Telekom Baskets Bonn verzichten die Spieler von Science City Jena auf den Mannschaftsbus und treten den Heimweg zu Fuß an – eine Strecke von rund 400 Kilometern, die sie in voller Spielmontur absolvieren wollen.
Die Basketballer von Science City Jena haben nach ihrer 68:115-Niederlage bei den Telekom Baskets Bonn beschlossen, den Rückweg nach Thüringen geschlossen zu Fuß anzutreten. Die Mannschaft verließ die Bonner Arena am Samstagabend in voller Spielmontur und begab sich auf die rund 400 Kilometer lange Strecke entlang der A4. Der Mannschaftsbus folgt dem Pulk im Schritttempo, darf aber laut internem Beschluss erst benutzt werden, wenn die Mannschaft geschlossen in Jena eintrifft.
Trainer und Betreuerstab haben sich der Wanderung angeschlossen. Ein Sprecher des Vereins erklärte, man wolle «die Niederlage nicht länger spurlos an sich vorbeiziehen lassen». Jeder Spieler trägt einen Rucksack mit Trinkflasche und einem Basketball, der während der gesamten Strecke abwechselnd gedribbelt werden muss. Die erste Etappe führte die Gruppe noch am selben Abend bis hinter die Stadtgrenze von Bonn, wo Passanten von einer «sehr diszipliniert wirkenden Kolonne» berichteten.
Für die kommenden Tage hat der Verein einen detaillierten Marschplan aufgestellt. Pro Tag sind 60 Kilometer vorgesehen, unterbrochen von Wurfübungen an provisorisch aufgestellten Körben an Raststätten. Die Ankunft in Jena ist für Donnerstag geplant, wo die Mannschaft von den Fans mit einer Schweigeminute empfangen werden soll. Die Ligaleitung prüft unterdessen, ob die Wanderung als Auswärtsspiel zu werten ist.
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