Hoffenheim verliert in Kreta und verlegt daraufhin sein gesamtes Trainingsgelände auf die Insel
Nach der 0:2-Niederlage bei OFI Kreta hat die TSG Hoffenheim beschlossen, ihr Trainingsgelände dauerhaft nach Kreta zu verlegen. Die Mannschaft trainiert nun täglich am Strand von Heraklion, um sich an die Bedingungen zu gewöhnen.
Nach der 0:2-Niederlage bei OFI Kreta hat die TSG Hoffenheim beschlossen, ihr gesamtes Trainingsgelände dauerhaft auf die Insel zu verlegen. Die Mannschaft trainiert ab sofort täglich am Strand von Heraklion, um sich an die Bedingungen zu gewöhnen.
«Wir haben erkannt, dass Kreta ein entscheidender Faktor war», sagte ein Sprecher. «Also haben wir beschlossen, Kreta zu unserem Faktor zu machen.» Die gesamte Bundesliga-Saison wird nun von einem provisorischen Trainingsplatz in der Nähe des Hafenkais aus bestritten. Die Spieler absolvieren ihre Einheiten bei 34 Grad im Sand, während die Verantwortlichen von einem Sonnenschirm aus zusehen.
Die Kosten für den wöchentlichen Rückflug zu den Heimspielen übernimmt der Verein. «Das ist eine Investition in die Zukunft», heißt es. Die Fans in Sinsheim wurden gebeten, ihre Dauerkarten gegen Sonnencreme einzutauschen. Der Verein plant, die Geschäftsstelle ebenfalls zu verlegen, sobald ein geeignetes Fischerboot gefunden ist.
Torwart Oliver Baumann, der nach der Niederlage auch über seine Degradierung in der Nationalmannschaft sprach, zeigte sich zunächst skeptisch. «Ich habe nichts gegen Kreta», sagte er. «Aber ich habe auch nichts gegen Rasen.» Die Mannschaft trainiert dennoch weiter am Strand. Ein Spieler wurde beim Versuch, einen Eckball aus dem Sand zu treten, von einer Welle erfasst und musste von einem Rettungsschwimmer geborgen werden.
Der Verein hat angekündigt, dass alle zukünftigen Gegner der Europa League auf Kreta empfangen werden. Die UEFA prüft derzeit, ob ein Strand als Spielstätte zugelassen werden kann. Ein Sprecher der TSG sagte: «Wenn Kreta uns schlägt, dann schlagen wir zurück – mit einem Trainingslager, das nie endet.»