Hockey-Weltmeister eröffnen Trainingslager im Finalstadion, um den Titelgewinn noch einmal zu üben
Nach dem vierten WM-Titel gegen Spanien kehrt das DHB-Team nach Mönchengladbach zurück und probt den Endspielsieg erneut – mit Schiedsrichtern, Hymne und Pokalübergabe, diesmal ohne Gegner.
Mönchengladbach – Die deutschen Hockey-Männer haben ihr Trainingslager direkt im WM-Finalstadion aufgeschlagen, um den soeben errungenen vierten Weltmeistertitel noch einmal in voller Länge durchzuspielen. Seit Dienstagmorgen läuft die Generalprobe des Endspiels gegen Spanien, das die Mannschaft bereits gewonnen hat, nun aber aus dokumentarischen Gründen erneut austrägt.
Bundestrainer André Henning ließ die komplette Choreografie des Finalabends wiederholen: Anspiel um 20 Uhr, dieselbe Hymne, dieselben Schiedsrichter, dieselbe Bankbesetzung. Einzige Änderung: Auf der Gegenseite steht kein spanisches Team, sondern ein leeres Tor, das nach Angaben des Trainerstabs „die Abwesenheit des Gegners symbolisiert, den wir bereits bezwungen haben“. Die Spieler führten den entscheidenden Angriff dreimal aus, ehe der Torschütze des goldenen Tores, Michel Struthoff, angewiesen wurde, den Schlag auszuführen, den er im echten Finale bereits ausgeführt hat.
Die Pokalübergabe wurde ebenfalls geprobt, inklusive des Rundgangs mit der Trophäe über die Tartanbahn, den die Mannschaft am Sonntag bereits absolviert hatte. Der Deutsche Hockey-Bund hat dafür eigens eine zweite, identische Trophäe anfertigen lassen, da die echte bereits im Vereinsheim des Torschützen ausgestellt ist. Für die kommende Woche ist ein weiteres Trainingslager geplant, diesmal im Halbfinalstadion, um auch den Einzug ins Endspiel erneut zu üben. „Man kann nie genug Weltmeister sein“, sagte ein Sprecher des Verbandes, während die Mannschaft zum dritten Mal in Folge die Siegerehrung antrat.