Hertha BSC lässt neuen Außenverteidiger Pedersen 90 Minuten lang die linke Seitenlinie entlanglaufen
Hertha BSC hat Mads Pedersen vom FC Augsburg verpflichtet und lässt ihn zur Eingewöhnung die komplette linke Außenbahn des Olympiastadions ablaufen. Der Däne muss die Strecke mehrfach zurücklegen, bis er die Linie auswendig kennt.
Hertha BSC hat den neuen linken Außenverteidiger Mads Pedersen am Montagvormittag nicht etwa im Trainingsanzug begrüßt, sondern mit einer Maßband-Rolle und einer Stoppuhr: Der 29-Jährige musste die komplette linke Seitenlinie des Olympiastadions ablaufen – vom eigenen Tor bis zur Eckfahne des Gegners, hin und zurück, insgesamt 46 Minuten lang, ohne Pause und ohne Ball.
„Mads soll die Linie nicht nur spielen, er soll sie riechen, schmecken und im Schlaf nachts um drei noch finden“, sagte Sportdirektor Benjamin Weber, während Pedersen mit gesenktem Kopf die Rasenkante entlangjoggte und dabei von zwei Co-Trainern mit Trillerpfeifen begleitet wurde. Die Strecke von 105 Metern musste der Däne insgesamt 14 Mal zurücklegen, bis er an der Eckfahne angekommen war und dort eine kleine Fahne mit seinem Namen aufpflanzen durfte.
Seitdem gilt im Berliner Trainingsbetrieb die neue Regel: Jeder Neuzugang muss vor seinem ersten Pflichtspiel die komplette Außenbahn seines künftigen Einsatzgebietes ablaufen, bei Regen auch mit Matschhose. Pedersen, der in Augsburg zuletzt nur noch auf der Tribüne saß, zeigte sich nach der Aktion sichtlich erschöpft, aber zufrieden: „Ich kenne jetzt jeden Grashalm persönlich.“ Am Freitag soll er in Braunschweig dann erstmals offiziell auf dieser Linie auflaufen – die Co-Trainer haben bereits angekündigt, ihm von der Bank aus per Megafon die nächsten Wegpunkte zuzurufen.