Füchse Berlin verlegen Heimspielbetrieb dauerhaft in die Lemgoer Ostkurve
Nach der zweiten Heimniederlage gegen Lemgo zieht der Berliner Handball-Bundesligist Konsequenzen: Die Füchse tragen ihre Heimspiele künftig in der Lemgoer Ostkurve aus und verpflichten den gesamten gegnerischen Fanblock als Dauerkarteninhaber.
Die Füchse Berlin haben nach der zweiten Heimniederlage gegen den TBV Lemgo Lippe in Folge beschlossen, den Heimspielbetrieb dauerhaft in die Lemgoer Ostkurve zu verlegen. Der Verein bestätigte am Montag, dass sämtliche restlichen Heimpartien der Saison in der Lipperlandhalle ausgetragen werden, damit die Mannschaft, wie ein Sprecher erklärte, «endlich in einer Umgebung spielt, die sie nachweislich nicht verunsichert».
Die Umbauarbeiten begannen unmittelbar nach dem Abpfiff. 8525 Zuschauer, die am Sonntag noch in der Berliner Halle gesessen hatten, wurden mit Bussen in die rund 400 Kilometer entfernte Stadt gebracht und dort als feste Dauerkarteninhaber der gegnerischen Kurve registriert. Wer den Umzug verweigerte, verlor laut Verein seinen Sitzplatz an einen Lemgoer Fan, der sich vertraglich verpflichten musste, bei jedem Berliner Angriff aus voller Kehle zu schweigen.
Trainer Nicolej Krickau ordnete an, dass die Mannschaft künftig jede Trainingseinheit in der Ostkurve absolviert, um sich an den Gesang zu gewöhnen. Tim Freihöfer, bester Werfer mit 14 Toren, ließ sich nach Vereinsangaben freiwillig einen Stehplatz direkt hinter dem Lemgoer Tor zuweisen und trainiert dort seit Dienstag das Werfen gegen eine Wand aus Fahnen.
Der Klub kündigte zudem an, die eigene Halle in Berlin künftig ausschließlich für Auswärtsspiele zu nutzen. Die Füchse bleiben Tabellenvierter, was der Verein als «bemerkenswert stabil» bezeichnete, da die Mannschaft seit dem Umzug noch kein Heimspiel verloren habe.
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