FIFA verhängt gegen UEFA ein dreiwöchiges Sprechverbot über Fußball
Nach dem Vorwurf einer «Desinformationskampagne» ordnet Gianni Infantino an, dass alle UEFA-Mitarbeiter drei Wochen lang kein Wort über Fußball sagen dürfen – und schickt 300 FIFA-Beobachter nach Nyon, die das Schweigen überwachen.
ZÜRICH/NYON – Die FIFA hat als Antwort auf die von ihr so bezeichnete «Desinformationskampagne» der UEFA ein sofortiges, dreiwöchiges Sprechverbot über Fußball verhängt. Vom kommenden Montag an darf kein Angestellter der UEFA – vom Generalsekretär bis zum Greenkeeper – das Wort «Fußball», «Ball», «Tor» oder «Abseits» in den Mund nehmen. Auch das Pfeifen einer Hymne gilt als Verstoß.
Um die Einhaltung zu sichern, entsendet die FIFA 300 eigene Beobachter nach Nyon. Sie beziehen Quartier in einem eigens angemieteten Hotel, in dem jeder Flur nach einem WM-Austragungsort benannt ist. Die Beobachter tragen gelbe Westen mit der Aufschrift «Stille Kontrolle» und protokollieren, wer beim Kaffeeholen versehentlich «Anstoß» sagt. Wer erwischt wird, muss zur Strafe eine Stunde lang auf einem Stuhl sitzen und dabei eine leere Getränkedose anstarren.
Die UEFA hat inzwischen ihre Telefonanlage umgestellt: Jeder Anruf wird nach sieben Sekunden automatisch unterbrochen, damit niemand am anderen Ende der Leitung etwas Falsches über den FIFA-Präsidenten sagen kann. Die Mitarbeiter kommunizieren nur noch über handgeschriebene Notizen, die sie in Umschläge stecken und durch ein Loch in der Wand schieben. Ein Sprecher der UEFA erklärte, man prüfe derzeit, ob man das Wort «Fußball» durch «die runde Angelegenheit» ersetzen könne.
Infantino selbst hat angekündigt, die drei Wochen in einem Züricher Hotel zu verbringen und jeden Abend persönlich die eingegangenen Protokolle vorzulesen. Am Ende der Frist will er entscheiden, ob das Verbot um weitere drei Wochen verlängert wird. Die FIFA-Beobachter haben bereits ihre Koffer ausgepackt.
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