Elversberg lässt nach 3:2 den gesamten Ort zur Ehrenrunde um den Rasen marschieren
Nach dem furiosen Bundesliga-Debüt der SV Elversberg ordnet die Gemeinde an, dass sämtliche 13.000 Einwohner den Rasen umrunden. Der Verein richtet dafür ein eigenes Marschkommando ein.
Die Gemeinde Spiesen-Elversberg hat nach dem 3:2-Auftaktsieg gegen Bayer Leverkusen angeordnet, dass sämtliche 13.000 Einwohner des Ortes eine Ehrenrunde um den Rasen der URSAPHARM-Arena laufen. Bürgermeister Kevin Kunz begründete die Maßnahme mit der „einmaligen historischen Bedeutung“ des ersten Bundesliga-Spiels der Vereinsgeschichte.
Bereits am Sonntagmorgen bildete sich vor dem Stadion eine Schlange, die bis zur örtlichen Grube reichte. Das neu geschaffene Marschkommando „Runde um Runde“ teilt die Bevölkerung in Gruppen von 500 Personen ein, die im Zehn-Minuten-Takt den Platz umrunden. Wer nicht mitläuft, muss am Montag eine Sonderschicht im Kohlekraftwerk übernehmen, wie der Ordnungsdienst mitteilte.
Die Spieler der SV Elversberg führten die erste Runde an, gefolgt vom gesamten Trainerstab und der zweiten Mannschaft. Der Verein hat angekündigt, die Aktion nach jedem Heimspiel zu wiederholen, solange die Mannschaft ungeschlagen bleibt. „Wir marschieren, bis der Rasen die Form eines Hufeisens hat“, erklärte der Vorsitzende und kündigte an, dass ab nächster Woche auch die Nachbargemeinden Spiesen und Elversberg eingeladen werden.
Die Leverkusener Mannschaft beobachtete das Spektakel vom Mannschaftsbus aus und applaudierte höflich, bevor sie die Heimreise antrat. Der Platzwart hat bereits angekündigt, den Rasen nach jeder Runde neu zu wässern, um die Belastung für die kommenden Gegner zu erhöhen.