DFB-Torwartfrage eskaliert: Mahmutovic baut sich mit 22 Jahren ein eigenes Tor in den Kader
Ena Mahmutovic hat die Nummer-1-Debatte im DFB-Team auf eine neue Ebene gehoben: Die 22-Jährige lässt sich beim FC Bayern ein transportables Tor bauen, das sie zu jedem Lehrgang mitbringt, um die Konkurrenz zu verdrängen.
München – Ena Mahmutovic hat die Torwartfrage im DFB-Team endgültig zu einer Frage der Infrastruktur gemacht. Die 22-Jährige ließ sich beim FC Bayern ein zerlegbares Tor bauen, das sie zu jedem Lehrgang mitbringt und vor der Kabine der Nationalmannschaft aufstellt. Wer daran vorbeigeht, muss an ihr vorbei.
Der Plan ist einfach: Mahmutovic trainiert seit Wochen nur noch auf dieses eine Tor, das sie selbst mit einem Transporter von München nach Frankfurt und zurück karrt. Beim DFB hat man reagiert und eine eigene Abteilung für Torwartlogistik gegründet. Bundestrainer Christian Wück sagte: «Wir prüfen, ob wir künftig jedes Tor personalisieren.»
Ann-Katrin Berger, bislang Nummer eins, verfolgt die Entwicklung aus den USA. Sie ließ ausrichten, sie werde sich nicht von einem Möbelstück verdrängen lassen. Mahmutovic konterte, sie habe das Tor bereits beim Zoll als Sportgerät angemeldet und plane, es auch zu Auswärtsspielen mitzunehmen. Die Bayern-Direktorin Bianca Rech nannte Mahmutovic «die Zukunft der Nationalmannschaft» und bestätigte, dass der Verein die Transportkosten übernimmt.
In der Kabine der DFB-Frauen stehen inzwischen drei solcher Tore, jedes mit Namensschild. Stina Johannes und Laura Dick haben nachgezogen. Wück will die Entscheidung über die Nummer eins nun davon abhängig machen, wer sein Tor am schnellsten auf- und abbauen kann. Ein Termin für den ersten Wettbewerb steht noch nicht fest.
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