DFB-Pokal: Bayern verlangt nach 4:1 in Osnabrück die Neuauflage aller 18 Erstrundenpartien als Dauerbetrieb
Nach dem mühevollen 4:1 in Osnabrück fordert der FC Bayern eine institutionelle Wiederholung sämtlicher Erstrundenspiele, um den eigenen Glanz zu trainieren. Der Antrag stößt auf Begeisterung, der Spielplan kollabiert.
München/Osnabrück – Der FC Bayern München hat unmittelbar nach dem 4:1-Erfolg beim VfL Osnabrück einen Dringlichkeitsantrag beim Deutschen Fußball-Bund eingereicht, der die sofortige und dauerhafte Neuauflage aller 18 Erstrundenpartien des DFB-Pokals vorsieht. „Ein einziges Spiel reicht nicht, um unseren Glanz zu finden“, sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen am Spielfeldrand der Bremer Brücke. „Wir brauchen Wiederholungsschleifen, bis die Optik stimmt.“
Der Antrag sieht vor, dass die Begegnung gegen Osnabrück ab sofort im Drei-Stunden-Takt ausgetragen wird, bis die Münchner in mindestens zwölf aufeinanderfolgenden Partien ohne Gegentor und mit einer Ballbesitzquote von über 90 Prozent bleiben. Die Osnabrücker Mannschaft soll dafür in zwei Schichten aufgeteilt werden, die sich am Spieltag abwechseln. Das Stadion an der Bremer Brücke wurde bereits mit zusätzlichen Flutlichtanlagen und Feldbetten für die Spieler im Innenraum ausgestattet. „Wir haben verstanden, dass unser Traumtor in der fünften Minute ein Betriebsunfall war, der sich nicht wiederholen darf“, erklärte Osnabrücks Trainer Timo Schultz zwischen zwei Anpfiffen.
Die übrigen 16 Erstligisten, die ihre Erstrundenspiele ebenfalls gewonnen haben, sollen nach dem Willen der Bayern ihre Partien gegen die jeweiligen Zweitligisten parallel wiederholen, damit der Rekordpokalsieger nicht allein vor leeren Rängen üben muss. Die Auslosung für die zweite Runde, die am Samstag im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund stattfinden soll, wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Das Museum prüft derweil, ob die Pokalurnen für einen Dauerbetrieb geöffnet bleiben können. Boris Pistorius, der als VfL-Fan anwesend war, hat bereits zugesagt, die Wiederholungsspiele als Schirmherr zu begleiten, solange sein Kalender es zulässt.