Deutsche Basketballerinnen bauen nach Halbfinal-Niederlage 1,2 Kilometer lange Ehrenspalier-Mauer für Spanien-Spiel
Nach der Niederlage gegen Frankreich ordnet der deutsche Basketballverband an, dass alle 18.000 Zuschauer beim Spiel um Platz drei eine durchgehende Menschenmauer als Ehrenspalier für die Spanierinnen bilden – mit vorgeschriebener Uniform und stundenlangem Training.
Berlin – Nach der Halbfinal-Niederlage gegen Frankreich hat der Deutsche Basketball Bund angeordnet, dass beim Spiel um Platz drei gegen Spanien am Sonntag alle 18.000 Zuschauer in der Berliner Arena eine lückenlose Ehrenspalier-Mauer bilden. Die Mauer soll sich vom Eingang Nord bis zum Parkett ziehen und exakt 1,2 Kilometer lang sein.
Jeder Zuschauer erhält eine vorgeschriebene Uniform: weiße Hose, blaues Shirt, weiße Turnschuhe. Wer nicht korrekt gekleidet ist, wird von Ordnern in eigens eingerichtete Umkleidekabinen gebracht und dort neu eingekleidet. Die Ordner tragen Armbinden mit der Aufschrift «Ehrenspalier-Dienst».
Bereits am Samstagabend begann ein öffentliches Training in der Arena. 6.000 Freiwillige übten vier Stunden lang das gleichzeitige Aufstehen, das ruhige Stehen und das synchronisierte Klatschen. Ein Sprecher des Verbands erklärte: «Wir wollen den Spanierinnen den Respekt erweisen, den sie verdienen. Eine Medaille ist noch drin, aber zuerst kommt die Mauer.»
Die Stadt Berlin stellte zusätzliche Verkehrsschilder auf, die den Weg zum «Ehrenspalier» markieren. Die BVG richtete eine Sonderlinie ein, die alle 90 Sekunden vom Hauptbahnhof zur Arena fährt. Anwohner berichteten, dass seit Freitag Lastwagen mit weißen Turnschuhen die Straßen beliefern.
Für den Fall, dass Spanien gewinnt, hat der Verband bereits eine zweite Mauer vorgesehen, die dann in Richtung der spanischen Bank zeigt. «Wir haben aus der Niederlage gelernt», sagte der Sprecher. «Nächstes Mal stehen wir einfach länger.»