Champions League: PSG baut Bratislava-Stadion in ein einziges, permanentes Vereinsmuseum um
Nach dem 6:1 gegen Slovan Bratislava hat Paris Saint-Germain das Gästestadion gekauft und zu einem begehbaren Denkmal für den eigenen Sieg umgebaut. Die UEFA prüft, ob das noch unter Auswärtsspiel fällt.
PARIS. Nach dem 6:1-Auftaktsieg gegen Slovan Bratislava hat Paris Saint-Germain das Stadion des Gegners gekauft und noch in der Nacht zu einem begehbaren Vereinsmuseum umgebaut. Besucher können seit Donnerstag durch eine originalgetreue Nachbildung der Bratislavaer Abwehrreihe laufen, die auf Knopfdruck in ihre damalige Position zurückfedert.
Der Verein hat zudem angekündigt, jedes weitere Auswärtsspiel der Saison in eine Dauerausstellung zu verwandeln. In Neapel wird derzeit ein Saal errichtet, in dem der späte Distanzschuss von Martin Ödegaard in Endlosschleife auf eine Wand projiziert wird, die exakt die Maße des damaligen Tores hat. Liverpool hat bereits beantragt, den Sieg gegen Atlético Madrid als Wanderausstellung durch die eigenen Fanhäuser zu schicken.
Die UEFA reagierte zurückhaltend. Ein Sprecher sagte, man prüfe, ob ein Verein, der sein Auswärtsspiel in ein Museum umwandelt, dieses noch als Auswärtsspiel werten dürfe. «Wir haben den Fall an die zuständige Kommission weitergeleitet. Diese tagt derzeit in einem Raum, der zuvor eine Ausstellung über die Kommission war», so der Sprecher.
In Barcelona hat man unterdessen auf die Entwicklung reagiert. Karim Adeyemi, dessen Schlenzer gegen Feyenoord Rotterdam als Traumtor gefeiert wurde, soll künftig nach jedem Treffer eine kleine Vitrine mit dem Spielball erhalten. Der FC Barcelona hat angekündigt, die Vitrinen in einem eigenen Flügel des Camp Nou auszustellen, der noch gebaut wird.