BVB richtet nach Karetsas-Kollaps Trageübungszentrum im Stadion ein
Nach dem Kreislaufkollaps von Konstantinos Karetsas hat Borussia Dortmund im Stadion ein Trageübungszentrum eröffnet. Künftig proben alle Neuzugänge den Abtransport, während der Spielbetrieb weiterläuft.
Borussia Dortmund hat als Konsequenz aus dem Kreislaufkollaps von Neuzugang Konstantinos Karetsas im Stadion ein Trageübungszentrum eingerichtet, in dem künftig sämtliche Spieler den Abtransport vom Rasen proben, bevor sie das erste Pflichtspiel bestreiten.
Seit Dienstag werden alle Neuzugänge unmittelbar nach der Vertragsunterschrift in der Südkurve auf Tragen gelegt und von vier Sanitätern im Wettkampftempo über den Rasen zum Krankenausgang gebracht, während die Mannschaft parallel weitertrainiert. „Wir simulieren den Ernstfall mit voller Lautstärke, inklusive Pyrotechnik und gegnerischem Eckball“, sagte Sanitätschef Bertram Wohlgemuth. „Niemand soll künftig unvorbereitet ohnmächtig werden.“
Der 18-jährige Karetsas war am Dienstag ohne Fremdeinwirkung zusammengesackt und musste in der ersten Halbzeit mit der Trage vom Platz. Seitdem übt der Klub den Abtransport in drei Schichten: morgens die Offensivkräfte, mittags die Abwehr, abends die Ersatzbank. Auch der griechische Nationalspieler Giannis Konstantelias, der sich vor Saisonbeginn das Kreuzband riss, absolvierte bereits zwei Durchgänge, obwohl er noch nicht wieder laufen kann.
Stadionsprecher Norbert Dickel verkündete derweil, dass die 39 mitgereisten Villarreal-Fans als erste Testgruppe für ein neues Evakuierungstraining dienen. „Sie wurden in Rekordzeit von der Tribüne getragen“, so Dickel. „Das hat nichts mit dem Spiel zu tun, sondern ist reine Vorsorge.“ Der BVB prüft nun, ob die Trageübungen künftig auch während laufender Partien fortgesetzt werden, damit kein Spieler den Rhythmus verliert.