Bundesliga führt Pflicht-Sichtungsturnier für Talente ein: 14-jährige müssen vor Saisonstart 40 Kilometer Staffellauf absolvieren
Die Bundesliga reagiert auf den Transfer-Sommer mit einem neuen Pflichtprogramm: Talente müssen in einem 40-Kilometer-Staffellauf ihre Einsatzbereitschaft beweisen. Vereine richten dafür eigene Trainingslager ein.
Die DFL hat als Konsequenz aus dem transferschwachen Sommer ein verbindliches Sichtungsturnier für alle Nachwuchsspieler der Bundesliga eingeführt. Ab sofort müssen sämtliche Talente der ersten und zweiten Mannschaften vor Saisonbeginn einen 40-Kilometer-Staffellauf durch das jeweilige Vereinsgelände absolvieren, um für den Spielbetrieb zugelassen zu werden.
Der Lauf beginnt am Mannschaftsbuskreisverkehr und führt über den VIP-Parkplatz, an der Geschäftsstelle vorbei und endet am Rasenmäher-Depot des Platzwartes. Jeder Verein hat dafür ein eigenes Komitee gebildet, das die Laufzeiten mit Stoppuhren erfasst und die Ergebnisse wöchentlich an die DFL-Zentrale in Frankfurt übermittelt. In Leverkusen wurde der Rundkurs bereits um zwei Kilometer verlängert, weil der dortige Platzwart auf einer zusätzlichen Runde um das Vereinsheim bestand.
Die Vereine haben auf die neue Regelung reagiert, indem sie ihre Trainingslager in den Alpen aufgestockt haben. In Dortmund wurde ein zusätzlicher Höhentrainingsstützpunkt errichtet, in dem die Talente unter Ausschluss der Öffentlichkeit Treppenläufe über die Tribünenränge absolvieren. Der DFB prüft derweil, ob die Staffelläufe auch für die Nationalmannschaft verpflichtend werden sollen. Ein Sprecher der DFL erklärte, man wolle mit der Maßnahme sicherstellen, dass die Talente nicht nur technisch, sondern auch konditionell für die Anforderungen des Profifußballs gerüstet seien.