Blessin lässt Gladbachs Mannschaft nach Köln pilgern – zu Fuß, rückwärts, mit Fackeln
Borussia Mönchengladbach hat einen neuen Trainer: Alexander Blessin. Sein erster Amtsakt: Die punktlose Profimannschaft marschiert geschlossen und rückwärts gehend zum Auswärtsspiel nach Köln – als Buße für vier sieglose Spieltage.
Alexander Blessin hat sein Traineramt bei Borussia Mönchengladbach mit einer sofortigen, unumkehrbaren Maßnahme begonnen: Die gesamte Profimannschaft wird zum Auswärtsspiel beim 1. FC Köln nicht mit dem Bus reisen, sondern geschlossen und rückwärts gehend zu Fuß – eine Strecke von rund siebzig Kilometern, angeführt vom neuen Chefcoach persönlich, der die Route auf einer handgezeichneten Karte festgelegt hat.
Der Verein bestätigte am Dienstag, dass die Mannschaft bereits am frühen Morgen am Trainingsgelände losgegangen sei. Jeder Spieler trägt eine brennende Fackel, um, wie es in einer Mitteilung heißt, «die vier verlorenen Spiele symbolisch zu verbrennen». Begleitet wird der Tross von zwei Ordnern, einem Sanitäter und einem Wagen mit Ersatzfackeln. Die Ankunft in Köln ist für Samstagmittag geplant, unabhängig vom Anpfiff.
Auf die Frage, ob dies nicht die Vorbereitung auf das Derby beeinträchtige, erklärte Blessin ruhig, der Marsch sei die Vorbereitung. «Wer rückwärts nach Köln geht, hat danach keine Angst mehr vor nichts», sagte er. Die Mannschaft werde unterwegs taktische Formationen einstudieren, indem sie die Gehrichtung spontan ändere. Fans säumten die Strecke und reichten Wasser und Brezeln.
Der Klub kündigte an, sollte die Mannschaft in Köln punkten, werde der Rückweg ebenfalls zu Fuß angetreten – diesmal vorwärts. Bei einer Niederlage bleibe man in Köln und wiederhole den Marsch in der folgenden Woche.
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