Wüst lässt sich für fünf Jahre in Nordrhein-Westfalen einmauern – Grundsteinlegung für Regierungsbunker in Düsseldorf
Hendrik Wüst erklärt, für fünf Jahre in NRW zu bleiben – und beginnt umgehend mit dem Bau eines unterirdischen Regierungsbunkers, in dem er die komplette Legislaturperiode verbringen will.
Düsseldorf – Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat am Sonntag nicht nur bekräftigt, für die volle fünfjährige Legislaturperiode in Nordrhein-Westfalen zu bleiben, sondern umgehend mit dem Bau eines unterirdischen Regierungsbunkers unter der Düsseldorfer Staatskanzlei begonnen. «Ich trete an für fünf Jahre. Ich habe keine anderen Pläne», sagte Wüst dem Deutschlandfunk und fügte hinzu, er werde die kommenden 1.826 Tage ausschließlich in dem Bunker verbringen, der Platz für ihn, seinen Schreibtisch und einen Getränkeautomaten biete.
Der Bau, der in der Nacht zum Montag begann, wird von einem eigens gegründeten Landesamt für unterirdische Regierungsführung koordiniert. 340 Bauarbeiter schaufeln seitdem rund um die Uhr Erde aus dem Innenhof der Staatskanzlei. Die Düsseldorfer Innenstadt wurde großflächig gesperrt, Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen. «Wir haben die Baugenehmigung selbst erteilt», erklärte ein Sprecher der Landesregierung. «Das beschleunigt das Verfahren erheblich.»
Wüst kündigte an, den Bunker nur zu verlassen, wenn es die Verfassung zwingend verlange. «Sollte es zu einer Umbildung der Bundesregierung kommen, werde ich das von hier aus beobachten», sagte er. «Das wäre eine Scheinantwort. Es geht tiefer.» Die CDU-Landesgruppe NRW hat bereits angekündigt, ebenfalls in den Bunker zu ziehen. Markus Söder ließ aus München ausrichten, er baue nun einen noch tieferen Bunker in Bayern.
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