Weber verlegt Brandmauer ins Ausland: CSU-Vize baut 1.200 Kilometer langen Grenzwall aus Beton
Manfred Weber lässt die Abgrenzung zur AfD nicht länger auf Parteitagen beschließen, sondern betoniert sie: Ein durchgehender Schutzwall quer durch Deutschland soll die Union vor unliebsamen Koalitionsfragen abschirmen.
München – CSU-Vize Manfred Weber hat die Brandmauer zur AfD in einer beispiellosen Aktion physisch errichten lassen: Ein durchgehender Betonwall von der Ostsee bis zum Alpenrand soll künftig jede Annäherung zwischen Union und AfD verhindern. «Wir haben lange genug über Abgrenzung geredet», erklärte Weber vor Ort. «Jetzt steht sie. Und sie ist dreieinhalb Meter hoch.»
Die Bauarbeiten begannen am Montag um sechs Uhr morgens. Mehrere tausend Bauarbeiter, koordiniert vom neu gegründeten CSU-Landesamt für politische Infrastruktur, gießen im Schichtbetrieb alle vierhundert Meter einen Stahlbetonpfeiler. Die Trasse verläuft nach Angaben des Innenministeriums exakt entlang der Grenze zwischen «Koalitionsfähigkeit» und «Koalitionsunfähigkeit». Anwohner im Umkreis von fünf Kilometern wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen, sofern sie nicht der Union angehören.
Die Kosten trägt der Freistaat Bayern aus dem laufenden Haushalt für «Maßnahmen zur Wahrung der politischen Standfestigkeit». Kritiker bemängeln, der Wall behindere den Straßenverkehr und zerschneide gewachsene Parteistrukturen. Weber wies dies zurück: «Wer sich beschwert, hat die Brandmauer nicht verstanden. Sie ist keine Metapher mehr. Sie ist ein Bauwerk.»
Die CDU-Spitze zeigte sich zunächst irritiert, ordnete aber an, die eigene Parteizentrale vorsorglich mit einem Sichtschutz auszustatten. In den kommenden Wochen soll der Wall um eine zweite Mauer ergänzt werden, die die erste vor unerlaubten Kompromissen schützt. Ob die AfD ihrerseits mit einem Gegengraben reagiert, ist noch offen.
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