Wahlbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern erreicht 100 Prozent – Landesregierung ordnet Dauerwahlbetrieb an
In Mecklenburg-Vorpommern hat die Wahlbeteiligung bereits am Vormittag die Marke von 100 Prozent überschritten. Die Landeswahlleitung hat den Urnengang kurzerhand zum Dauerzustand erklärt: Jede und jeder Wahlberechtigte gibt nun täglich bis zur nächsten Landtagswahl eine Stimme ab. Die Parteien haben ihre Wahlkampfstände in feste Wahllokale umgewandelt, und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat den ersten Schichtplan für die Wählerinnen und Wähler vorgelegt.
Schwerin – Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist am Sonntagvormittag in einen Dauerzustand übergegangen. Nach Angaben der Landeswahlleitung hatte die Beteiligung bereits um 11:47 Uhr die Marke von 100 Prozent erreicht. Daraufhin ordnete die Landesregierung an, dass alle Wahlberechtigten von nun an täglich bis zur nächsten Landtagswahl eine Stimme abgeben. Die Wahlurnen wurden noch am Nachmittag gegen Stahlbehälter ausgetauscht, die jeweils ein Fassungsvermögen von mehreren Hundert Litern haben.
Die Parteien haben ihre mobilen Wahlkampfstände in feste Wahllokale umgewandelt. In Rostock, Schwerin und Neubrandenburg entstanden über Nacht insgesamt 36 neue Abstimmungsstellen, eine für jeden Wahlkreis. Die Wahlhelfer arbeiten seither im Drei-Schicht-Betrieb. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig legte am Abend den ersten verbindlichen Schichtplan für die Wählerinnen und Wähler vor: Wer morgens arbeitet, wählt mittags, wer mittags arbeitet, wählt abends, und wer nachts arbeitet, wählt vor der Schicht. Die AfD kündigte an, ihre Prognosen künftig stündlich zu veröffentlichen. Die CDU richtete einen eigenen Dauerwahlkampfstand ein und wies ihre Mitglieder an, sich dort abwechselnd aufzustellen.
Die Landesregierung ließ am Abend mitteilen, dass die Auszählung der Stimmen nun ebenfalls im Dauerbetrieb erfolgt. Ein Sprecher erklärte, man werde das Ergebnis der ersten Runde «zu gegebener Zeit» bekannt geben. Die FDP, die bei der ersten Zählung aus dem Landtag geflogen war, hat nach eigenen Angaben bereits einen Antrag auf eine zweite Zählung gestellt und dafür einen Stand in der Nähe des Schweriner Schlosses aufgebaut.