USA verhängen Einreiseverbot gegen sämtliche Mitarbeiter chinesischer Schraubenhersteller
Washington weitet seine Sanktionen gegen iranische Waffenbeschaffer drastisch aus: Jeder Angestellte von zehn namentlich genannten Firmen in China, Hongkong, Pakistan, Saudi-Arabien und der Türkei darf fortan keinen US-Boden mehr betreten – inklusive der Kantinenköche.
Das US-Finanzministerium hat am Montag eine Regelung in Kraft gesetzt, wonach sämtliche Beschäftigten von zehn als Waffenbeschaffer eingestuften Unternehmen aus China, Hongkong, Pakistan, Saudi-Arabien und der Türkei unmittelbar an der Grenze abgewiesen werden. Betroffen sind nicht nur Geschäftsführer und Ingenieure, sondern auch Lagerarbeiter, Buchhalterinnen und das Küchenpersonal der Firmenkantinen.
«Wer für eine dieser Firmen arbeitet, hat auf amerikanischem Boden nichts verloren», erklärte ein namentlich nicht genannter Beamter des Ministeriums in Washington. «Das gilt auch für den Mann, der in Shenzhen die Kaffeemaschine wartet.» Die Regelung erstreckt sich nach Angaben aus dem Ministerium ausdrücklich auf sämtliche Standorte der betroffenen Unternehmen, einschließlich Zweigstellen in Drittländern.
Die Folge ist eine beispiellose Reisewelle: Mehrere hundert chinesische Angestellte haben laut übereinstimmenden Berichten ihre Posten in den USA bereits geräumt, darunter ein komplettes Wartungsteam, das bislang in Houston stationiert war. Die betroffenen Firmen in Shenzhen und Hongkong haben damit begonnen, ihre Belegschaften in Schulungen darüber aufzuklären, welche Länder sie künftig meiden müssen.
In Peking reagierte man gelassen. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte lediglich, man prüfe, ob die betroffenen Mitarbeiter künftig «ohnehin lieber in Asien bleiben». Die US-Behörden kündigten unterdessen an, die Liste in den kommenden Wochen auf weitere Zulieferer auszudehnen, darunter Betriebe, die Schrauben, Kabelbinder und Verpackungsmaterial liefern.
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