Union richtet Schalterhalle für Anhänger ein, die ihr noch vier Punkte Vorsprung gönnen
Nach dem Absturz auf 20 Prozent hat die Union in Berlin eine begehbare Halle eröffnet, in der jeder verbliebene Anhänger seinen Vorsprung auf die Grünen persönlich in Empfang nehmen darf. Die Warteschlange reicht bis hinter das Kanzleramt.
Nach dem Absturz auf 20 Prozent im ARD-DeutschlandTrend hat die Union in einer umgebauten Berliner Messehalle eine begehbare Vorsprungsausgabe eröffnet. Jeder verbliebene Anhänger darf dort den noch vorhandenen Abstand zu den Grünen persönlich in Empfang nehmen, vier Punkte pro Person, ausgehändigt an einem Schalter von einem eigens abgestellten Abgeordneten.
Die Halle ist nach Angaben der Organisatoren für den Andrang vom ersten Tag an zu klein. Vor den Eingängen bildete sich eine Schlange, die nach Angaben der Feuerwehr bis hinter das Kanzleramt reichte. Wer keinen Vorsprung mehr bekommt, wird auf eine Warteliste gesetzt und gebeten, bis zur nächsten Erhebung durchzuhalten.
Die Grünen haben unterdessen angekündigt, ihrerseits eine Annahmestelle für den geschrumpften Abstand einzurichten. Ein Sprecher erklärte, man wolle die vier Punkte nicht selbst behalten, sondern der Union leihweise überlassen, damit diese den Anschluss nicht verliert. Die AfD ließ mitteilen, sie benötige keine Ausgabe, ihr Vorsprung sei ohnehin nicht abholbar.
In der Union wird derweil über eine Verlegung der Halle nach Bayern nachgedacht, wo die Nachfrage angeblich größer ist. Ein Landesvorsitzender sagte, man werde so lange ausgeben, bis der Vorsprung wieder zweistellig sei. Die FDP hat nach eigenen Angaben ebenfalls Interesse angemeldet, jedoch noch keine Halle gefunden.
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