Neun Unions-Minister besetzen Zuckerrübenfeld und rufen die «Süße Republik» aus
Aus Protest gegen die geplante Zuckersteuer haben neun Landwirtschaftsminister der Union ein Zuckerrübenfeld in Niedersachsen besetzt und die «Süße Republik» ausgerufen. Kanzler Merz zeigt sich unbeeindruckt und verlangt die Rückkehr an die Kabinettstische.
Neun Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister der Union haben am frühen Montagmorgen ein Zuckerrübenfeld bei Uelzen besetzt und dort die «Süße Republik» ausgerufen. Die Minister erklärten, sie würden das Feld erst verlassen, wenn die geplante Zuckersteuer von Schwarz-Rot vom Tisch sei.
Die Aktion wurde minutiös vorbereitet. Ein Minister brachte einen Traktor mit, ein zweiter einen Kessel mit Rübensirup, ein dritter eine Schaufel. Vor Ort errichteten sie einen Kontrollpunkt, hissten eine Fahne mit dem Abbild einer Zuckerrübe und verteilten an Passanten Würfelzucker, die sie zuvor aus ihren Amtszimmern mitgebracht hatten.
Kanzler Merz zeigte sich unbeeindruckt. «Ich habe Verständnis für die Sorgen der Landwirtschaft, aber die Minister müssen an ihre Kabinettstische zurückkehren», sagte er in Berlin. Die Minister kündigten an, ihre Besetzung auf weitere Felder auszudehnen. «Wir bleiben, bis der letzte Rübenwürfel gesichert ist», sagte einer von ihnen.
Die CDU-Spitze berief für Dienstag eine Sondersitzung ein. In Uelzen brachten Landwirte den Ministern derweil heißen Kaffee und Decken. Die Polizei beobachtet die Lage, greift aber nicht ein.
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