Merz lässt Berliner Koalitionsgespräche von Türstehern bewachen – CDU-Mitglieder müssen Eintritt zahlen
Bundeskanzler Merz setzt private Sicherheitskräfte ein, um SPD und Grüne an Gesprächen mit der Linkspartei zu hindern. Die CDU bietet sich als zahlender Gastgeber an.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Dienstag in Berlin private Sicherheitskräfte vor sämtlichen Tagungsräumen der SPD und Grünen postiert, um deren Vorgespräche mit der Linkspartei physisch zu unterbinden. Die Ordnungskräfte, ausgestattet mit Klemmbrettern und Trillerpfeifen, kontrollieren seitdem jeden Einlass und verlangen von den Koalitionswilligen den Nachweis, nicht mit der Linken zu sprechen.
Da die Sicherheitskräfte rund um die Uhr im Einsatz sind, hat die CDU-Spitze beschlossen, den Zugang zu den Gesprächen als kostenpflichtige Veranstaltung zu betreiben. SPD- und Grünen-Vertreter, die dennoch an ihren Sondierungen festhalten wollen, müssen nach Angaben aus Parteikreisen ein Eintrittsgeld entrichten, das direkt der CDU-Kasse zufließt. Merz selbst ließ verlauten, man biete «eine ehrliche Alternative» an – wer nicht zahle, bleibe draußen.
Die Berliner Innenverwaltung hat inzwischen zusätzliche Absperrgitter an den U-Bahn-Ausgängen aufgestellt, um den Andrang der wartenden Delegationen zu kanalisieren. Ein Sprecher der Linkspartei erklärte, man werde die Gebühr notfalls aus der eigenen Portokasse begleichen, während die Grünen prüfen, ob sie die Kosten als «Sicherheitsausgabe» verbuchen können. Die CDU kündigte an, den Erlös in neue Werbeplakate zu investieren, auf denen für Koalitionen mit der Union geworben wird.
Für kommende Woche ist geplant, die Türsteher durch ehemalige CDU-Mitglieder zu ersetzen, die jeweils eine Urkunde über ihre Treue zur Partei vorweisen müssen. Merz soll bereits persönlich die erste Schicht übernommen haben.
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