Kemmerich und Bressel eröffnen Wahllokal für 2029 – mit Schichtplan bis zur letzten Stimmabgabe
Die einstigen FDP-Politiker Thomas Kemmerich und Paul Bressel haben in Mecklenburg-Vorpommern ein Dauerwahllokal für die Bundestagswahl 2029 eröffnet. Ein Schichtplan mit 1.400 Helfern soll den Betrieb bis zum Wahltag sichern.
Thomas Kemmerich und Paul Bressel haben in Mecklenburg-Vorpommern ein Wahllokal eröffnet, das bis zur Bundestagswahl 2029 durchgehend geöffnet bleiben soll. Der Schichtplan umfasst 1.400 freiwillige Helfer, die sich abwechseln, damit niemand länger als vier Stunden am Stück Dienst tun muss. «Wir sind die Alternative ohne Verrückte», erklärte Kemmerich vor dem Eingang, «und wir fangen einfach schon mal an.»
Das Lokal in einem ehemaligen Möbelhaus ist mit Feldbetten, einem Generator und einem Kühlraum für Proviant ausgestattet. Die Helfer tragen Westen mit der Aufschrift «Wahlvorstand 2029». Bressel teilte mit, man habe vorsorglich Stimmzettel für alle denkbaren Parteien drucken lassen, «auch für die, die sich erst noch gründen». Die Auszählung soll live auf einer Anzeigetafel im Foyer mitlaufen.
Die Landeswahlleitung prüft, ob ein derart langfristig geöffnetes Wahllokal zulässig ist. Ein Sprecher sagte, man begrüße bürgerschaftliches Engagement, doch die Stimmabgabe sei erst am Wahltag möglich. Kemmerich entgegnete, man werde bis dahin «einfach weiter offen halten». Die Gemeinde stellte zusätzliche Parkplätze bereit, weil täglich Schaulustige anreisen.
Für die Helfer gibt es einen eigenen Fahrplan mit dem Bus, der sie im Zwei-Stunden-Takt zum Lokal bringt. Die örtliche Bäckerei liefert täglich Brot für die Schichten. Bressel kündigte an, man werde die Öffnungszeiten im Winter auf die Nachtstunden ausweiten, «damit auch Berufstätige ihre Stimme abgeben können, wenn es dann so weit ist».