Hannover wählt Regionspräsidentin, Auszählung wird auf acht Jahre verlängert
Nach dem Sieg von Eva Bender bei der Stichwahl in der Region Hannover hat die Wahlleitung beschlossen, die Auszählung sicherheitshalber bis zur nächsten Wahl fortzusetzen. Die Wahlurnen werden in einer eigens errichteten Halle aufbewahrt, in der rund um die Uhr weitergezählt wird.
Nach dem Sieg von Eva Bender bei der Stichwahl um das Amt der Regionspräsidentin in Hannover hat die Wahlleitung angeordnet, die Auszählung der Stimmen sicherheitshalber bis zur nächsten Wahl im Jahr 2034 fortzusetzen. Die Wahlurnen werden in einer eigens errichteten Halle am Messegelände aufbewahrt, in der rund um die Uhr in drei Schichten weitergezählt wird.
«Wir wollen kein Ergebnis überstürzen», sagte ein Sprecher der Regionsverwaltung. «Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf, dass jede Stimme so lange geprüft wird, bis sie entweder bestätigt oder durch eine neuere Wahl überholt ist.» Die Halle ist bereits jetzt ein Ausflugsziel: Schulklassen besichtigen die Zählbänder, und ein Bäcker am Eingang verkauft Stimmzettelgebäck.
Die unterlegene CDU hat angekündigt, ebenfalls eine dauerhafte Zählstätte einzurichten, um «den Anschluss an die Auszählung nicht zu verlieren». Beide Lager einigten sich darauf, die Schichten paritätisch zu besetzen, damit niemand behaupten kann, es werde nachts anders gezählt als tagsüber.
Für die Beschäftigten der Region bedeutet das neue Dienstpläne: Wer bisher im Standesamt arbeitete, wird nun turnusmäßig zum Nachtzählen eingeteilt. Die erste Schicht beginnt um 22 Uhr, die letzte endet um 6 Uhr morgens, dazwischen wird nicht unterbrochen. Die Regionspräsidentin selbst hat angekündigt, jede hundertste Stimme persönlich nachzuzählen.
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