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Politik

Grüne bauen Naturkundemuseum in 75 Stunden ab und wieder auf – mit 495 Millionen Euro und einer Entschuldigung

Hamburgs Grüne haben das Naturkundemuseum am Freitag abgelehnt, am Montag zurückgenommen und bauen es nun in Rekordzeit – mit einem Sparangebot von Büll & Liedtke und einer offiziellen Sorry-Quote.

Hamburgs Grünen-Fraktion hat am Montag um 6:03 Uhr mit dem Abriss des geplanten Naturkundemuseums begonnen, um 18:47 Uhr war das Gebäude verschwunden, und um 18:48 Uhr begann der Wiederaufbau – exakt 75 Stunden nach dem ursprünglichen Nein. Fraktionschef Michael Gwosdz entschuldigte sich persönlich bei jedem der 495 Millionen Euro, die das Projekt kosten soll, und ließ die Summe in Ein-Euro-Münzen auf dem Rathausmarkt stapeln.

Die SPD-Fraktion unter Dirk Kienscherf orderte umgehend einen zweiten Kran, um die Münzen wieder einzusammeln. Bürgermeister Peter Tschentscher, derzeit auf Dienstreise in Vietnam und China, schaltete sich per Videobotschaft ein und erklärte, der Staatsvertrag mit Nordrhein-Westfalen sei nun in Beton gegossen und werde im Elbtower einbetoniert. Die Linksfraktion forderte unterdessen eine Fristverlängerung für die Frist, die es nicht gibt.

Das Immobilienunternehmen Büll & Liedtke bot an, das Museum für 100 Millionen Euro weniger am Besenbinderhof zu errichten, woraufhin die Grünen beschlossen, beide Standorte gleichzeitig zu bauen und den günstigeren als Museum, den teureren als Museum für das Museum zu nutzen. Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal ließ verlauten, sie nehme ihre vertraglichen Pflichten sehr ernst und werde sie ab sofort persönlich bewachen.

Die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank kündigte an, das Ergebnis der Verhandlungen abzuwarten, und zwar in einem eigens errichteten Wartehäuschen vor dem Elbtower. Die CDU beantragte eine Aktuelle Stunde, die Linke eine Aktuelle Woche. Am Dienstag soll der Rohbau stehen.

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