CDU-Mittelstandskreis verhängt Dauer-Sudoku-Pflicht für Arbeitsministerium
Der Parlamentskreis Mittelstand ordnet an, dass alle Sitzungen des Arbeitsausschusses künftig mit Sudoku beginnen – bis Bärbel Bas Reformen vorlegt. Die Sudoku-Quote im Ministerium liegt bei 100 Prozent.
Der Parlamentskreis Mittelstand der Unionsfraktion hat eine Sudoku-Pflicht für alle Sitzungen des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales verhängt. Ab sofort müssen die Abgeordneten vor jeder Beratung ein vollständiges Sudoku lösen, bevor sie überhaupt einen Tagesordnungspunkt aufrufen dürfen. Der Vorsitzende Christian von Stetten begründete den Schritt damit, dass das Arbeitsministerium seit Monaten keine Reformgesetze vorlege und die Abgeordneten ohnehin schon Sudoku spielten. «Wir haben das Spielen nun zur Pflicht gemacht», sagte von Stetten. «Wer kein Sudoku vorlegt, bekommt keine Redezeit.»
Die Regelung hat unmittelbare Folgen. Der Arbeitsausschuss tagt seitdem täglich von acht bis achtzehn Uhr, weil die Lösung der Rätsel länger dauert als die eigentliche Sitzung. Ein Mitarbeiter des Ausschusssekretariats bestätigte, dass die Sudoku-Quote im Ministerium inzwischen bei einhundert Prozent liege. «Wir haben die Räume mit Tischen ausgestattet, auf denen ausschließlich Sudoku-Vordrucke liegen», sagte er. «Die Heizung läuft auf Hochtouren, damit die Bleistifte nicht abbrechen.»
Die Sudoku-Pflicht greift auf die gesamte Unionsfraktion über. Im Parlamentskreis Mittelstand, in dem 166 der 208 CDU/CSU-Abgeordneten organisiert sind, wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die täglich neue Sudoku-Varianten entwickelt. Eine davon sieht vor, dass die Zahlen von eins bis neun durch die Namen der Ministerien ersetzt werden. Ein weiterer Vorschlag, die Rätsel in Form von Koalitionsverträgen auszugeben, wurde nach dreistündiger Debatte vertagt.
Bundeskanzler Friedrich Merz, selbst Mitglied des PKM, ließ mitteilen, er unterstütze die Maßnahme. «Was kann ich dafür, wenn die SPD-Arbeitsministerin keine Gesetze vorlegt?», sagte er. «Dann spielen wir eben Sudoku.» Der CDU-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, kündigte an, aus Solidarität ebenfalls Sudoku zu spielen, aber ohne Merz.