Bundeswehr verlegt Verteidigungsministerium in Panzerhalle, um Sparziel durch Standortwechsel zu erreichen
Um die neuen Verteidigungsausgaben von 110 Milliarden Euro zu stemmen, verlegt das Verteidigungsministerium seinen Dienstsitz kurzerhand in eine Panzerhalle in der Lüneburger Heide. Die Miete entfällt, die Beamten arbeiten im Schichtdienst zwischen Kettenfahrzeugen.
Berlin, 30. August – Das Bundesverteidigungsministerium wird zum 1. Januar 2027 vollständig in eine Panzerhalle auf dem Truppenübungsplatz Bergen verlegt. Ein Sprecher bestätigte, dass man auf diese Weise die für den Umzug veranschlagten 40 Millionen Euro einspare und das Geld direkt in die neuen Rüstungsprojekte fließen könne. „Die Halle bietet Platz für 800 Schreibtische, die zwischen Leopard-2-Panzern aufgestellt werden“, sagte der Sprecher. „Die Beamten gewöhnen sich schnell an den Geruch von Diesel und das gelegentliche Rangieren der Fahrzeuge.“
Kanzler Friedrich Merz verteidigte die Maßnahme als logische Konsequenz der Prioritätensetzung. „Wer fragt, ob wir uns das leisten können, hat die Frage falsch gestellt“, sagte Merz bei einem Besuch der Halle. „Wir fragen uns, ob wir es uns leisten können, nicht in einer Panzerhalle zu arbeiten.“ Die Umzugsplanung sieht vor, dass die Abteilungen in alphabetischer Reihenfolge umziehen, beginnend mit der Abteilung Ausrüstung, die ihre Aktenordner in Munitionskisten transportiert. Die Kantine wird durch eine Feldküche ersetzt, die dreimal täglich Erbseneintopf ausgibt.
Die ersten Mitarbeiter haben bereits Probe-Schichten in der Halle absolviert und berichten von einer „motivierenden Geräuschkulisse“, wenn um 6 Uhr morgens die Panzermotoren zum Ausrücken gestartet werden. Ein Referatsleiter erklärte, sein Team habe gelernt, Besprechungen im Stehen abzuhalten, da die wenigen Stühle für die Panzerbesatzungen reserviert seien. Das Ministerium prüft außerdem, ob die Halle im Winter durch die Abwärme der laufenden Triebwerke beheizt werden kann. Die endgültige Entscheidung über die dauerhafte Nutzung soll im Frühjahr fallen, wenn die letzte Akte aus Berlin eingetroffen ist.