Bundeswehr erklärt jeden Grashalm zur Sicherheitszone: Wunstorf wird zum Hochsicherheitsgelände umgebaut
Nach einem Drohnenfund bei Wunstorf verlegt die Bundeswehr eine ganze Division in die Region und baut den Luftwaffenstützpunkt zu einem Sperrgebiet aus, in dem jeder Spaziergänger als potenzieller Saboteur gilt.
Die Bundeswehr hat nach dem Fund von Drohnentrümmern nahe dem Lufttransportstützpunkt Wunstorf den gesamten Landkreis zu einer erweiterten Sicherheitszone erklärt und mit dem Bau eines durchgehenden Sperrzauns begonnen, der sich über mehr als neunzig Kilometer durch Felder, Wälder und Wohngebiete zieht.
Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte, man habe aus dem Vorfall die einzig logische Konsequenz gezogen: «Wir gehen davon aus, dass jeder Quadratmeter deutschen Bodens, der nicht von uns kontrolliert wird, eine Startbahn für feindliche Drohnen ist.» Deshalb würden künftig alle Zufahrtsstraßen nach Wunstorf mit mobilen Kontrollpunkten versehen, an denen Anwohner ihre Einkäufe und Hunde anmelden müssen.
Die rund vierzig Airbus A400M der strategischen Lufttransportflotte werden ab sofort von Soldaten bewacht, die im Drei-Schicht-Betrieb mit Ferngläsern den Himmel über Niedersachsen absuchen. Ein Offizier berichtete, man habe bereits begonnen, Vögel zu zählen, «weil wir wissen müssen, ob es sich um einheimische Krähen oder um getarnte Aufklärungsdrohnen handelt».
Die örtliche Feuerwehr wurde angewiesen, bei jedem Einsatz zuerst die Luftlage zu melden. Der Landrat kündigte an, den Bau von Aussichtstürmen auf jedem Kirchturm zu prüfen, damit die Bevölkerung «aktiv an der Verteidigung des Luftraums teilnehmen kann».
Für die kommende Woche ist eine feierliche Zeremonie geplant, bei der die neue Sicherheitszone offiziell in Betrieb genommen wird. Ein General wird dabei symbolisch den ersten Zaunpfahl in den Boden rammen, während Kampfjets in Formation über das Gelände fliegen.