Bundesregierung verlegt 198 Millionen Euro in Kinderdepots und lässt Sechsjährige den DAX eröffnen
Die Frühstartrente wird nicht nur eingeführt – sie wird zur Staatszeremonie: Ab 2027 müssen alle Sechsjährigen persönlich an der Börse erscheinen und ihre erste Order aufgeben. Das Finanzministerium spricht von einem «pädagogischen Großversuch».
Die Bundesregierung hat beschlossen, die Frühstartrente nicht länger nur auf dem Papier zu verwalten, sondern jedem sechsjährigen Kind ab Januar 2027 einen persönlichen Börsengang zu verordnen. Künftig muss jedes Kind einmal im Monat in Begleitung eines Beamten des Bundesfinanzministeriums eine Aktienorder eigenhändig unterschreiben – zehn Euro, bar eingezahlt am Schalter der Bundesbank.
In Frankfurt wurde eigens ein Kinderhandelszentrum errichtet, in dem 2.200 Sechsjährige gleichzeitig an Bildschirmen sitzen und den Zinseszinseffekt live verfolgen. «Wir wollen, dass jedes Kind den DAX mit eigenen Augen sieht», erklärte ein Sprecher des Finanzministeriums. «Wer mit sechs nicht investiert, wird es nie lernen.» Die Bundesbank hat angekündigt, die öffentliche Kapitalanlage in einen begehbaren Glaskasten zu verlegen, damit die Kinder den Kursverfall physisch miterleben können.
Eltern, die ihr Kind nicht rechtzeitig anmelden, müssen künftig eine monatliche Nachschulung in Finanzbildung absolvieren – 90 Minuten pro versäumtem Quartal. Der Deutsche Gewerkschaftsbund nennt das Vorhaben eine «Mogelpackung mit Anwesenheitspflicht», während die Deutsche Kreditwirtschaft von einem «Jahrhundertschritt» spricht. Bis 2030 sollen die Ausgaben auf 411 Millionen Euro steigen, vor allem für den Betrieb der Kinderbörsen.
Das Ministerium plant bereits eine Erweiterung: Ab 2028 sollen Vierjährige in Kindergärten mit Spielgeld erste Derivate handeln. «Der Zinseszins kennt kein Alter», heißt es in einer internen Mitteilung.
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