Bund richtet Dauer-Wartezimmer für Gaspreisbremse ein – Bürger müssen acht Jahre ausharren
Um die 50,4 Milliarden Euro aus der Gaskrise zurückzuholen, eröffnet der Bund ein beheiztes Wartezimmer, in dem jeder Antragsteller genau 2.922 Tage auf seinen Bescheid wartet – bei 19 Grad und Suppe.
Der Bund hat in der ehemaligen Kongresshalle am Alexanderplatz ein beheiztes Dauer-Wartezimmer eröffnet, in dem jeder Bürger, der 2022 Entlastung erhalten hat, nun genau 2.922 Tage auf die Rückzahlung warten muss. Die Wartezeit entspricht der Summe der damaligen Ausgaben in Euro pro Kopf, umgerechnet in Tage.
Die Stühle sind in Reihen nach Postleitzahl geordnet, die Heizung ist auf 19 Grad festgelegt, und wer aufsteht, verliert seinen Platz. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums erklärte: «Wir haben die Krise überstanden, jetzt sitzen wir sie aus. Jeder Tag, den die Bürger hier verbringen, bringt uns dem Ziel näher, die 50,4 Milliarden Euro als gelebte Erfahrung zurückzugewinnen.»
Die Regierung hat angekündigt, das Wartezimmer auf alle 16 Bundesländer auszuweiten. In München entsteht eine Außenstelle mit Blick auf die Isar, in Hamburg eine schwimmende Wartehalle im Hafen. Wer nach acht Jahren ohne Unterbrechung wartet, erhält eine Urkunde und einen Gutschein für eine Tasse Suppe.
Die Opposition kritisiert die Pläne als «zu kurz gedacht». Der Vorsitzende der Grünen forderte, die Wartezeit auf 71,7 Milliarden Tage zu verlängern, um auch die Rettung von Uniper abzubilden. Die Bundesregierung prüft derzeit, ob die Wartezimmer auch nachts geöffnet bleiben können.