Berliner SPD richtet Wahlkampfzentrale als Spendenannahmestelle ein – mit Schalter für Unternehmer
Die Berliner SPD hat ihre Wahlkampfzentrale in eine offizielle Spendenannahmestelle umgebaut, inklusive Schalter für Unternehmer. Parteichef Steffen Krach weist Vorwürfe zurück und erklärt, man habe nur die Infrastruktur verbessert.
Die Berliner SPD hat ihre Wahlkampfzentrale in eine offizielle Spendenannahmestelle umgebaut. Seit Donnerstag können Unternehmer dort an einem eigens eingerichteten Schalter Parteispenden abgeben. Ein Schild weist den Weg: «Spendenannahme für externe Unternehmen – bitte Klingel drücken».
Parteichef Steffen Krach wies Vorwürfe zurück, er habe Spenden gefordert. «Wir haben lediglich die Infrastruktur verbessert», sagte er. «Wenn jemand freiwillig etwas geben möchte, ist das sein gutes Recht.» Die Zentrale sei nun «bürgerfreundlicher» und «transparenter» geworden. Ein Sprecher ergänzte, man habe auch einen Briefkasten für anonyme Spenden installiert.
Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt weiter. Krach betonte, er konzentriere sich auf den Wahlkampf. «Ich weise alle Vorwürfe nachdrücklich zurück», sagte er. Die SPD liege in Umfragen bei 10 bis 12 Prozent. «Das ist eine Momentaufnahme», so Krach. «Wir werden bis zum 20. September jeden Tag Spenden sammeln – legal, versteht sich.»
Die neue Annahmestelle ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Ein Mitarbeiter sagte, man habe bereits «mehrere Anfragen» von Unternehmen erhalten. «Wir prüfen jeden Fall einzeln», sagte er. «Aber wir sind optimistisch.»