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Politik

Berliner Linken-Kandidatin Eralp verlegt Wahlkampf komplett in die Ostsee – Schwimmer werben für «Politikwechsel»

Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Eralp hat ihren gesamten Wahlkampf aufs Wasser verlegt: Von Rügen bis Usedom schwimmen ihre Anhänger in Neoprenanzügen und rufen Parolen. Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern reagiert mit einem eigenen Wasserballett.

Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Eralp hat ihren Wahlkampf vollständig in die Ostsee verlegt. Von Rügen bis Usedom schwimmen ihre Anhänger seit Montag in Neoprenanzügen und rufen im Vier-Stunden-Takt «Politikwechsel» über das Wasser. Die Aktion soll bis zum Wahltag andauern.

«Wir haben festgestellt, dass man auf dem Wasser mehr Menschen erreicht als an jeder Haustür», sagte eine Sprecherin der Linken. «Die Ostsee ist unser neues Flugblatt.» Insgesamt 340 Schwimmerinnen und Schwimmer wurden rekrutiert, jeder mit einer wasserdichten Lautsprecherboje ausgestattet. Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern antwortete umgehend: Ihr Spitzenkandidat Evers kündigte an, ein eigenes Wasserballett mit 200 Mitgliedern auf die Beine zu stellen, das vor Warnemünde synchron «Organisierte Kriminalität» buchstabiert.

Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern ließ verlauten, sie werde ebenfalls ins Wasser gehen, allerdings nur bei Ebbe. Der Putin-Beauftragte Dmitriev jubelte der AfD per Videobotschaft zu und bezeichnete die Ostsee als «russisches Hoheitsgewässer der guten Laune». Die Linke wies das zurück: «Wir schwimmen in deutschem Wasser, und zwar in Rekordzeit.»

In Berlin mussten derweil die Wahlkampfstände an Land abgebaut werden, weil das gesamte Personal an die Küste beordert wurde. Die CDU in der Hauptstadt beklagte, dass ihr Spitzenkandidat Evers nun täglich zwischen Berlin und Rostock pendeln muss, um sowohl das Wasserballett als auch die Landespolitik zu koordinieren. «Das ist ein logistischer Kraftakt», sagte ein Parteisprecher. «Aber der Kanzler hat uns zur Geschlossenheit aufgerufen, also schwimmen wir alle mit.»

Am Sonntag wollen beide Lager ihre Ergebnisse direkt am Strand verkünden. Die Linke plant eine Siegesfeier im Wasser, die CDU eine Pressekonferenz auf einem Rettungsring.

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