Berliner Linke richtet Sondierungs-Tribüne auf dem Alexanderplatz ein — Frei warnt vor «Lockangeboten»
Die Berliner Linke baut für die Sondierungen mit Grünen und SPD eine permanente Verhandlungsarena auf dem Alexanderplatz auf. Unionsfraktionschef Thorsten Frei warnt unterdessen vor «Lockangeboten» und fordert eine Sitzordnung, die jede Annäherung sichtbar macht.
Die Berliner Linke hat auf dem Alexanderplatz eine permanente Sondierungsarena errichtet, in der ab Montag Grüne und SPD auf einer Tribüne Platz nehmen sollen, die nach Angaben der Partei «jede Annäherung für die Hauptstadt sichtbar macht».
Die Anlage umfasst eine überdachte Rednerbühne, eine Warteschlange mit nummerierten Markierungen und eine Sitzordnung, in der die möglichen Partner getrennt durch einen Mittelgang aus Stahlrohren Platz nehmen. Ein Ordnungsdienst weist Besucherströme stündlich neu ein. Die Linke-Landesvorsitzende Kerstin Wolter erklärte, man habe «aus Fehlern gelernt» und lade diesmal «in geordneter Form» ein.
Unionsfraktionschef Thorsten Frei warnte die Landesverbände von SPD und Grünen eindringlich vor «Lockangeboten» und verlangte, die Sitzordnung so zu verändern, dass jede Bewegung zur Bühne protokolliert wird. «Berlin darf nicht in die Hände der Linkspartei fallen», sagte er und kündigte an, die CDU werde die Tribüne «rund um die Uhr beobachten lassen».
Die Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp ließ mitteilen, die Arena bleibe «bis zur Regierungsbildung» stehen. Anwohner berichten, der Platz sei seit Freitag gesperrt, der Wochenmarkt auf die Nebenstraßen verlegt und die Straßenbahnlinie M4 fahre «mit Rücksicht auf die Sondierungen» langsamer.
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