Bas verlegt die Rente mit 63 auf den Mond — Umzug der Behörde in ein Zeltlager bei Trier
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat in der Haushaltsdebatte nicht nur den Vertrauensschutz für angehende Rentnerinnen und Rentner zugesagt, sondern die gesamte Rentenverwaltung kurzerhand in ein Zeltlager bei Trier verlegt. Die Rente mit 63 wird dort künftig in Schichten abgearbeitet, rund um die Uhr, sieben Tage die Woche.
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat am Donnerstag im Bundestag nicht nur den Vertrauensschutz für angehende Rentnerinnen und Rentner zugesagt, sondern die gesamte Rentenverwaltung noch in derselben Nacht in ein Zeltlager bei Trier verlegt. Die Rente mit 63 wird dort künftig in Schichten abgearbeitet, rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, mit Klappstühlen, Feldbetten und einem Generator, der nach Angaben des Ministeriums «die nötige Grundruhe» liefere.
Die Behörde hat für den Umzug sämtliche Aktenschränke auf Handkarren verladen und über die B 51 gerollt. Wer künftig einen Rentenbescheid erwartet, muss sich laut Bas persönlich am Zeltlager einfinden und dort eine Nummer ziehen. Die Nummern werden von einem eigens eingestellten Nachtwächter ausgegeben, der seinen Dienst erst antritt, wenn die letzte Nummer des Vortages aufgerufen ist.
Bas verteidigte den Schritt als «praktische Umsetzung des Vertrauensschutzes». Die Rente mit 63 werde nicht abgeschafft, sondern nur «räumlich und zeitlich entzerrt». Beschäftigte des Ministeriums berichten, dass die ersten Anträge bereits in der Morgendämmerung bearbeitet werden, während die zuständigen Referenten in Decken gewickelt auf Klappstühlen sitzen und die Formulare mit Taschenlampen ausfüllen.
Für die kommenden Wochen ist geplant, das Zeltlager um eine Wartezone mit Stehtischen zu erweitern. Die Gemeinde Trier hat bereits eine Sondergenehmigung für den Betrieb rund um die Uhr erteilt. Ob die Rente mit 63 nun später oder früher kommt, ließ Bas offen — Hauptsache, sie kommt aus Trier.