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Politik

Bas lässt Rentenreform im Bundestag als begehbares Modell aufbauen – Abgeordnete müssen Übergangsfristen ablaufen

Arbeitsministerin Bas hat im Bundestag ein begehbares Modell der Rentenreform errichten lassen. Die Opposition kritisiert die Kürzungen, doch Bas verteidigt das Bauwerk als Vertrauensschutz zum Anfassen.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat am Mittwoch im Plenarsaal des Bundestages ein begehbares Modell der geplanten Rentenreform eröffnen lassen. Auf einer Fläche von 320 Quadratmetern, die zuvor für die Haushaltsdebatte reserviert war, stehen nun lebensgroße Attrappen von Beitragszahlern, die auf einem Parcours die Übergangsfristen ablaufen müssen. Wer stolpert, gilt als abschlagsfrei nach 45 Versicherungsjahren.

«Es wird einen Vertrauensschutz geben, darauf können sich alle verlassen», sagte Bas und deutete auf eine drei Meter hohe Rampe, die sie «sozialverträglicher Abbau» nannte. Die Opposition kritisierte, die Kürzungen seien im Modell lediglich als niedrigere Geländer dargestellt. Bas entgegnete, die Rentenkommission habe «einen sehr guten Vorschlag» gemacht, man müsse ihn nur mutig begehen. Die Koalition müsse daran festhalten, «eine Rentenreform in dieser Legislatur umzusetzen».

Die Abgeordneten absolvierten den Parcours in Gruppen. Wer die Berufsunfähigkeitsrente erreichen wollte, musste eine Treppe mit 33 Stufen erklimmen – eine für jeden Vorschlag der Kommission. Am Ende wartete ein Stand mit Informationsmaterial zur Erwerbstätigenversicherung. Ein CDU-Abgeordneter verließ die Strecke vorzeitig und beklagte, das könne «einfach rein mathematisch nicht funktionieren». Bas ließ ihn von einem Saaldiener zurück auf die Rampe führen.

Für die kommende Woche kündigte das Ministerium an, das Modell in die Fußgängerzone von Duisburg zu verlegen, damit auch angehende Rentnerinnen und Rentner die Übergangsfristen ablaufen können. Die Kosten trägt der Bundeshaushalt. Die Opposition fordert einen alternativen Rundweg, der ohne Kürzungen auskommt.

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